{"id":1385,"date":"2021-04-01T18:02:19","date_gmt":"2021-04-01T16:02:19","guid":{"rendered":"https:\/\/magazin.progeno.de\/?p=1385"},"modified":"2022-04-12T14:58:54","modified_gmt":"2022-04-12T12:58:54","slug":"selbstverwaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/2021\/04\/01\/selbstverwaltung\/","title":{"rendered":"&#8222;Die Selbstverwaltung ist unser Herzst\u00fcck &#8211; wie wir uns selber organisieren&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Interview mit Doris Leonhardt, Jan G\u00fcnther und Christoph Mussenbrock, alle wohnhaft im Prinz-Eugen-Park.<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Der AK Selbstverwaltung ist nach dem Einzug die zentrale Schaltstelle, die sich um die Pflege des Projekts k\u00fcmmert. Doris, Jan und Christoph wurden von Felizitas Mussenbrock-Strau\u00df eingeladen, aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen des AK&#8217;s zu erz\u00e4hlen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>K\u00f6nnt Ihr Euch erinnern, wann der AK Selbstverwaltung gegr\u00fcndet wurde?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jan: Ich hatte tats\u00e4chlich schon fr\u00fchzeitig angemerkt, dass wir nicht zu sp\u00e4t starten sollten. Das wurde dann zun\u00e4chst ein bisschen nach hinten geschoben und als nicht so wichtig erachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Doris: Genau &#8211; Jan hatte schon Ende 2017 die Idee gehabt. Da er keine Lust hatte, das allein zu machen, was ja auch verst\u00e4ndlich ist, suchte er Mit-streiter. Da hab ich gesagt, ich will mitmachen. Wir haben uns das 1. Mal in meiner Wohnung getroffen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"485\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Progeno_JanDoris_T_15_25022021-1-1024x681.jpg?resize=730%2C485&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1808\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Progeno_JanDoris_T_15_25022021-1-scaled.jpg?resize=1024%2C681&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Progeno_JanDoris_T_15_25022021-1-scaled.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Progeno_JanDoris_T_15_25022021-1-scaled.jpg?resize=768%2C511&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Progeno_JanDoris_T_15_25022021-1-scaled.jpg?resize=1536%2C1022&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Progeno_JanDoris_T_15_25022021-1-scaled.jpg?resize=2048%2C1363&amp;ssl=1 2048w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Progeno_JanDoris_T_15_25022021-1-scaled.jpg?w=1460&amp;ssl=1 1460w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Progeno_JanDoris_T_15_25022021-1-scaled.jpg?w=2190&amp;ssl=1 2190w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption><em>Doris Leonhardt und Jan G\u00fcnther<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Christoph: Das Thema Selbstverwaltung haben wir vor dem Einzug mehrfach angesprochen. Zun\u00e4chst war das gro\u00dfe R\u00e4tselraten: &#8222;Ja, was m\u00fcssen wir \u00fcberhaupt machen? Welche Arbeiten stehen an?&#8220; Dann kamen zun\u00e4chst nur vage Antworten: &#8222;Ja, wahrscheinlich muss man sich um den M\u00fcll k\u00fcmmern. Wahrscheinlich muss man die Wege kehren, die Hecken schneiden und den Rasen m\u00e4hen.&#8220; Wir wussten nicht genau, wieviel und was genau wann anfangen, z. B. Rasen &#8211; ist der dann \u00fcberhaupt schon da? Wir hatten damals das Gef\u00fchl, dass wir noch nicht viel machen k\u00f6nnen, weil wir es einfach noch nicht wussten. Doris sprang dann aber gleich mit rein. Sie war gerade erst Mitglied geworden und schon in zwei Arbeits-kreisen aktiv.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Und wer war beim 1. Treffen dabei? Und was habt ihr da gemacht?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jan: Au\u00dfer Doris und mir waren da noch Christoph, Moritz Weidler und Elmar Kretzer.<\/p>\n\n\n\n<p>Doris: Zu Beginn haben wir uns \u00fcberlegt, was wir alles so machen k\u00f6nnen. Wir haben eine Art Masterliste in confluence eingestellt, in der alle Auf-gaben in Gruppen zusammengefasst aufgef\u00fchrt waren, die unter dem Jahr anfallen. Und am Schluss stand ein Grill-Event! Dazu haben wir dann Folien erstellt und unsere Vorschl\u00e4ge der Einteilungsliste in der Baugruppe vor-gestellt. Dort haben wir abgestimmt. Einige waren dagegen, aber die meisten wollten das so machen. Darauf haben wir eine Meldung geschickt, dass sich jede(r) eintragen soll.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Uns war wichtig, dass es keine Blockwarte geben soll. Denn unser Ziel war immer, dass sich die Selbstverwaltung m\u00f6glichst autark organisiert und wir einfach mal probieren, nach dem Motto &#8218;learning by doing&#8216;.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Christoph: Ich hab gerade mal nachgeschaut &#8211; man sieht in den Protokollen, dass Doris und Elmar im Vorfeld sehr intensive und detaillierte Vorarbeiten in Form einer ausgekl\u00fcgelten Excel-Tabelle mit farbigen Markierungen, Zuordnungen und Funktionen erstellt haben. Wir hatten auch bereits zentrale Aussagen festgehalten bez\u00fcglich Verein und Selbstverwaltung: Verein und Selbstverwaltung sind zwei verschiedene Dinge. Der Verein ist im Wesentlichen f\u00fcr die Gemeinschaftsr\u00e4ume zust\u00e4ndig, die Selbst-verwaltung betrifft das ganze Gel\u00e4nde bzw. diverse Arbeiten f\u00fcr die Genossenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Jan: Der AK Selbstverwaltung war dann im Baugruppentreffen am 08.06.2018 das erste Mal Thema. Es war bald klar, dass es einerseits Arbeiten gibt, die dauernd gemacht werden m\u00fcssen, und dass es andererseits Arbeiten gibt, die ein-\/zweimal im Jahr im Rahmen eines Ramadama erledigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wann kamt ihr zum ersten Einsatz?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jan: Du meinst, real mit Besen in der Hand? Das passierte mit dem Einzug.<\/p>\n\n\n\n<p>Doris: Beim ersten Bewohnertreffen am 12.10.2018 haben wir die Einteilungsliste nochmals vorgestellt. Dabei haben wir eine gewisse Gruppen-Struktur vorgegeben, d.h. Vorgaben gemacht bez\u00fcglich Gruppengr\u00f6\u00dfe (also wieviele Leute pro Gruppe) und dass jede Gruppe ein sogenannten Kopf haben sollte. Weitere Angaben haben wir nicht gemacht, da wir den Dingen freien Lauf lassen und abwarten wollten, wo sich die Leute selber eintragen. Wir waren ganz erstaunt, wie schnell sich die Leute eingetragen haben; das hat erstaunlich gut funktioniert &#8211; bis auf einige wenige, die wir dann eigens angesprochen haben. Zum Beispiel hatten wir die Bef\u00fcrchtung gehabt, dass die Gruppe M\u00fcllh\u00e4uschen verwaist; die war aber dann am schnellsten voll. Die Mischung der Bewohner passte zu der Mischung in der Liste. Und wir haben auch fr\u00fch festgestellt, dass die Treppenh\u00e4user nicht zentral organisiert werden, sondern jede Haus-gemeinschaft das f\u00fcr sich organisiert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wie organisiert ihr euch?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jan: Eine Gruppe von sechs, sieben Leuten organisiert die Selbstverwaltung, sie trifft sich ca. sechsmal im Jahr, um die Dinge zusammen zu tragen und ggf. Themen f\u00fcr das Bewohnertreffen vorzubereiten. Je nach Bedarf kommen zus\u00e4tzliche Personen dazu, wenn z. B. der Ramadama zu organisieren ist. Doris ist der Kopf dieser Truppe.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Welche Motivation treibt euch pers\u00f6nlich an, bei der Selbstverwaltung mitzumachen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jan: Ich denke, dass die Selbstverwaltung unser Herzst\u00fcck ist und da wollte ich gerne mitmachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doris: Das ist bei mir auch so. Ich meine, dass es so einer Hausgemeinschaft auch ganz guttut, wenn man so Dinge gemeinsam tut und es nicht einfach nur irgendwo einer Verwaltung \u00fcberl\u00e4sst. Auch wenn ma nicht immer Lust hast, z. B. die Kellerg\u00e4nge zu fegen. Jeder tr\u00e4gt was zur Gemeinschaft bei &#8211; das ist schon ein wichtiger Punkt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"548\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Laerm2-scaled-1-1024x768.jpg?resize=730%2C548&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-756\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Laerm2-scaled-1.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Laerm2-scaled-1.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Laerm2-scaled-1.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Laerm2-scaled-1.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Laerm2-scaled-1.jpg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Laerm2-scaled-1.jpg?w=1460&amp;ssl=1 1460w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Laerm2-scaled-1.jpg?w=2190&amp;ssl=1 2190w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Jan: Es wirkt dadurch auch gepflegt und strahlt so eine wohnliche Atmosph\u00e4re aus. Es kommen ja auch immer wieder viele Nachbarn aus dem Quartier und Fremde in den Hof und es scheint, dass sie es sehr attraktiv bei uns finden &#8211; nicht im Sinne von schick, sondern von freundlich, belebt; man merkt, dass sich die Leute k\u00fcmmern und gerne hier wohnen. Von daher gibt es bei der Selbstverwaltung schon auch den sozialen Aspekt. Denn durch die gemeinschaftlichen Arbeiten wachsen wir zusammen und die Anlage wird unsere! Und jeder kann sich einbringen nach seinem good will, ich z. B.  fege und schaufel lieber als Confluence zu pflegen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Denn durch die gemeinschaftlichen Arbeiten wachsen wir zusammen und die Anlage wird unsere! Und jeder kann sich einbringen nach seinem good will.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Wie gew\u00e4hrleistet ihr, dass jeder was tut?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jan: Gute Frage! Wir sind mit dem Ansatz gestartet, dass wir vertrauen und hoffen, dass jeder was macht und das ist bis heute geblieben. Wir haben keine H\u00e4kchenliste. Wir haben je Gruppe einen Kopf, so organisieren sich Gruppen dann in Eigenregie. Es gibt keine \u00fcbergeordnete Kontrollfunktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Christoph: Ja, das ist genau der Punkt. Die Qualit\u00e4t, die wir dadurch gewinnen, dass wir keine Kontrollen haben, macht wett, dass wir an manchen Punkten dem einen oder anderen auch mal hinterherlaufen und mit viel guten Worten \u00fcberreden, dann doch mit anzupacken. Diese Freiwilligkeit finde ich viel besser als eine perfekte Kontrolle. Denn ansonsten passiert es, dass nur unter Druck gearbeitet wird. Und ein paar Schlurchis gibt es nat\u00fcrlich immer, das ist in jeder Gemeinschaft so. Deshalb muss man mal jemanden auch pers\u00f6nlich ansprechen, aber das h\u00e4lt sich in einem positiv \u00fcberschaubaren Rahmen. Das merkt man auch an anderen Punkten. Denn ich bin immer wieder verbl\u00fcfft, dass unten in der Werkstatt jede Menge wirklich tolles Werkzeug rumsteht, auf dem kein Name steht, und jeder der mag, darf es benutzen. Wir haben da die Regel \u201cAlles was offen herumsteht darf jeder benutzen\u201d &#8211; es gibt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr jeden ein paar Kisten f\u00fcr die pers\u00f6nlichen Sachen, die sind tabu, aber das allermeiste steht allen zur Verf\u00fcgung. Und bisher ist da nichts abhanden gekommen, obwohl keine Vorh\u00e4ngeschl\u00f6sser dran sind. Das ist ein gro\u00dfes Vertrauen, und das finde ich einen gro\u00dfen Wert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"603\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/image-1.png?resize=730%2C603&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1915\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/image-1.png?w=796&amp;ssl=1 796w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/image-1.png?resize=300%2C248&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/image-1.png?resize=768%2C635&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption><em>Ein Ausschnitt aus unserer Einteilungsliste<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Wie gerecht ist die Arbeitsverteilung?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jan: Auch eine gute Frage &#8211; was ist gerecht? Also, wir sind gestartet in der Hoffnung, es m\u00f6glichst alles gerecht zu machen. Wir justieren immer wieder nach und schauen, ob eine Gruppe zu gro\u00df oder zu klein ist. Die Struktur w\u00e4chst und formiert sich mit dem Tun. Wir hoffen auf jeden Fall, dass wir jetzt schon ein gerechtes Stadium erreicht haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Doris: In etwa muss jeder alle vier bis acht Wochen ein bis zwei Stunden etwas tun. Das ist so ein Mittel. Und dann ist es auch immer sehr subjektiv, was einer machen kann und machen will. F\u00fcr einen ist das dann auch schon genug, manche machen auch gerne mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Christoph: Gerechtigkeit ist ein Ziel, aber kein Zustand, den wir im Auge behalten m\u00fcssen. Wir m\u00fcssen das immer wieder austarieren. Es ist immer ein Weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Jan: Wunsch ist es, dass sich jeder in die Arbeiten mit einbringt. Das verbindet ja auch. Dieses St\u00fcck Selbermachen ist nat\u00fcrlich ein ganz starker Bezugspunkt zum Projekt. Das kann man durch Einkaufen von Dienstleistungen nicht ersetzen. Dass jeder mit Hand anlegt und jeder f\u00fcrs Ganze etwas einsetzen muss. Es ist ja auch relativ \u00fcberschaubar in der Genossenschaft mit den Arbeiten &#8211; jeder kann sich das Passende aussuchen. Wenn du ein H\u00e4uschen hast, musst du dich um alles k\u00fcmmern.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Welche \u201cLessons Learned\u201d k\u00f6nnt ihr weitergeben f\u00fcr die Freihamer?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jan: Fr\u00fch genug anfangen, sich zusammen zu setzen &#8211; ein dreiviertel Jahr vor dem Einzug. Die Freihamer k\u00f6nnen sich nat\u00fcrlich auch an unserer Liste orientieren und sich mit uns treffen, da k\u00f6nnen wir viel von unseren Erfahrungen weitergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Doris: Es ist aber bestimmt auch n\u00fctzlich, wenn sie sich neben unserer Liste auch im Internet bei anderen Hausverwaltungen schlau machen. In Freiham haben sie ja bestimmt auch andere Gegebenheiten.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Es ist f\u00f6rderlich, wenn im AK Selbstverwaltung unterschiedliche Leute sind, in dem Sinne, dass der eine vielleicht \u00fcberfordert ist mit etwas, das der andere gerade gut kann.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Christoph: Hilfreich ist es, wenn sich fr\u00fchzeitig ein Team an Leuten findet, das gut miteinander kann. Ein Team, das sich im umfassenden Sinne f\u00fcr die Themen zust\u00e4ndig f\u00fchlt, also dass es im Gesamten funktioniert, nicht nur einzelne Aufgaben.<\/p>\n\n\n\n<p>Doris: Es ist f\u00f6rderlich, wenn im AK Selbstverwaltung unterschiedliche Leute sind, in dem Sinne, dass der eine vielleicht \u00fcberfordert ist mit etwas, das der andere gerade gut kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Jan: Neben leichteren Dingen, wie M\u00e4hen und Hecke schneiden, sind ja auch wirklich anspruchsvolle Themen, wie Vertr\u00e4ge unter Kontrolle haben, die Wartung von Heizung und Aufz\u00fcgen im Blick haben, die Pumpen-sch\u00e4chte \u00fcberpr\u00fcfen. Die Nebenkostenabrechnung gibt es dann auch noch.<br>Und: Die \u00dcbergabe vom Bau in den Bestand war etwas holprig. Daraus k\u00f6nnen wir lernen, dass nach dem Beziehen ein Paket mit allen anstehenden Aufgaben an die Bewohnerinnen und Bewohner \u00fcbergeben wird. Aus dem Bau ergeben sich ja auch noch Folgen, wie Gew\u00e4hrleistungs-themen und Sch\u00e4den. Ein Thema haben wir hier noch nicht zu Ende diskutiert, allerdings derzeit eher pragmatisch gel\u00f6st: Bisher darf sich hier keiner von Aufgaben in der Selbstverwaltung freikaufen. Das w\u00fcrde auch eine komische und ungute Stimmung erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/em><br><em>Wir<\/em> <em>werden<\/em> <em>in der n\u00e4chsten Ausgabe  das Thema fortsetzen &#8211; mit Fragen <em>zu Einzelaktionen, wie dem Ramadama, <\/em>zum Umgang mit Sch\u00e4den und zur Entscheidungsfindung. <\/em><br><em>Habt ihr W\u00fcnsche und Anregungen zu bestimmten Themen? Dann meldet gern euch bei uns! <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"mailto:progeno-magazin@googlegroups.com\" target=\"_blank\">Mail an die Redaktion<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/magazin-neu.progeno.de\/index.php\/redaktionsteam\/\">Felizitas Mussenbrock-Strau\u00df <\/a> | Fotos: <a href=\"https:\/\/magazin-neu.progeno.de\/index.php\/redaktionsteam\/\">Tina Rieger-Gudehus<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Doris Leonhardt, Jan G\u00fcnther und Christoph Mussenbrock, alle wohnhaft im Prinz-Eugen-Park. 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