{"id":1394,"date":"2021-04-01T18:04:00","date_gmt":"2021-04-01T16:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/magazin.progeno.de\/?p=1394"},"modified":"2021-04-01T18:31:43","modified_gmt":"2021-04-01T16:31:43","slug":"marianne-moser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/2021\/04\/01\/marianne-moser\/","title":{"rendered":"Unser Mitglied im Bezirksausschuss 13"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mit Marianne Moser ist ein Progeno-Mitglied im Bezirksausschuss 13 vertreten. Die geb\u00fcrtige Schweizerin stellt sich vor, berichtet von ihrer Arbeit im Stadtteilparlament<\/strong> <strong>und den aktuellen Themen, die dort diskutiert werden<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p>Das Beste, was mir passieren konnte, war, im M\u00e4rz 2016 Mitglied bei der Progeno Wohnungsgenossenschaft zu werden und vor allem auch das Gl\u00fcck gehabt zu haben, als genossenschaftstauglich eingestuft worden zu sein. Seit September 2018 wohne ich nun im Prinz-Eugen-Park im S\u00fcdfl\u00fcgel, 2. Stock Mitte. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"485\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/09_Moser_T_15_14022021-1000.jpg?resize=730%2C485&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2348\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/09_Moser_T_15_14022021-1000.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/09_Moser_T_15_14022021-1000.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/09_Moser_T_15_14022021-1000.jpg?resize=768%2C511&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption><em>Marianne Moser vor ihrer Wohnung im Prinz-Eugen-Park<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Aber von vorne: Ich bin Marianne Moser, geboren 1970 in Thun (Schweiz) und wohne seit 31 Jahren in M\u00fcnchen. Ich habe Sozialp\u00e4dagogik studiert, dann aber fast 10 Jahre lang als Packerin bei der Tagwerk \u00d6kokiste gearbeitet. Denn ich hatte nach der Trennung 2002 und Alleinerziehende von 4 Kindern nicht die Kraft, mich auch noch beruflich um Menschen mit sozialen Problemen zu k\u00fcmmern. Die Arbeit bei der \u00d6kokiste hat mich insofern gepr\u00e4gt, dass mir immer wichtig war, wie und wo Lebensmittel produziert und verarbeitet werden. So habe ich auch angefangen, mich f\u00fcr die Politik der Gr\u00fcnen zu interessieren. Doch obwohl meine Kinder seit ihrer Geburt die doppelte Staatsangeh\u00f6rigkeit hatten, war es f\u00fcr mich lange Zeit nicht m\u00f6glich, mich einb\u00fcrgern zu lassen. Ich h\u00e4tte meine schweizerische Staatsangeh\u00f6rigkeit aufgeben m\u00fcssen, was ich nicht wollte. Als Nicht-EU-Mitglied waren mir in Deutschland die Kommunalwahlen leider ebenso verwehrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kindern und Jugendlichen eine Perspektive geben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>2011 habe ich schlie\u00dflich doch entschieden, bei der \u00d6kokiste nicht alt werden zu wollen und als Sozialp\u00e4dagogin durch zu starten. Seither arbeite ich im Sozialb\u00fcrgerhaus Sendling-Westpark und bin f\u00fcr Kinder und Jugendliche zust\u00e4ndig, die aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden nicht mehr bei ihren Eltern leben k\u00f6nnen oder wollen. Ich vermittle f\u00fcr sie eine geeignete Wohngruppe oder Pflegefamilie. Dabei begleite ich die Familien mittels Hilfeplangespr\u00e4chen, ob eine R\u00fcckf\u00fchrung zu den Eltern m\u00f6glich oder ob ein Verbleib in der Jugendhilfe bis zur Verselbst\u00e4ndigung angezeigt ist. Au\u00dferdem bin ich f\u00fcr Schulkinder zust\u00e4ndig, die einen heilp\u00e4dagogischen F\u00f6rderbedarf haben und deshalb am Nachmittag in besonderen Einrichtungen sind oder im Hort einen Integrationsplatz belegen. Da die station\u00e4ren Wohngruppen nicht alle in M\u00fcnchen sind, bin ich h\u00e4ufig mit dem Zug unterwegs.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Politischer Werdegang <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch mit der Einb\u00fcrgerung hat es im Dezember 2015 nach Ablegen eines Einb\u00fcrgerungstests und anderen b\u00fcrokratischen H\u00fcrden endlich geklappt. Im November 2016 trat ich in die Partei \u201eB\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen\u201c ein. Im M\u00e4rz 2017 wurde ich zur Sprecherin im Ortsverband Bogenhausen gew\u00e4hlt. Nicht aufgrund meiner Erfahrung, sondern weil keine weitere Frau f\u00fcr die bei den Gr\u00fcnen \u00fcbliche Doppelspitze zur Verf\u00fcgung stand. Das Motto \u201eLearning by doing\u201c war erst einmal angesagt. Da der Zuwachs bei den Gr\u00fcnen erst 2018 mit der Landtagswahl richtig einsetzte, hatte ich gen\u00fcgend Zeit, mich mit den Strukturen und der Arbeit im Ortsverband vertraut zu machen. Au\u00dferdem wohnte ich seit 1996 in Oberf\u00f6hring und war schon zweimal f\u00fcr jeweils sechs Jahre im Kirchenvorstand der evangelischen Vaterunserkirche aktiv. Ich vermute, dass dieser Umstand dazu beigetragen hat, dass ich bei den Kommunalwahlen 2020 f\u00fcr die Gr\u00fcnen in den Bezirksausschuss von Bogenhausen (BA 13) gew\u00e4hlt worden bin.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"485\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/12_Moser_T_15_14022021-1000.jpg?resize=730%2C485&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2349\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/12_Moser_T_15_14022021-1000.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/12_Moser_T_15_14022021-1000.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/12_Moser_T_15_14022021-1000.jpg?resize=768%2C511&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der BA ist das Stadtteilparlament und stimmt \u00fcber Antr\u00e4ge ab, die entweder von einer Fraktion oder von einer B\u00fcrgerin beziehungsweise B\u00fcrger gestellt wurden. Au\u00dferdem wird der BA im Vorfeld von gr\u00f6\u00dferen Projekten wie Bauplanungen oder Verkehrswegeplanungen angeh\u00f6rt. Er  bestimmt auch dar\u00fcber, in welcher H\u00f6he Projekte, Veranstaltungen oder Anschaffungen aus dem Stadtteilbudget bezuschusst werden. Die Vorh\u00e4nge im Progeno-Gemeinschaftsraum, die der Progeno Park e.V. beantragt hatte, um dort kulturelle Veranstaltungen f\u00fcr den Stadtteil durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen, wurde aus diesem Budget anteilig mitfinanziert. Wichtig ist, dass der finanzielle Zuschuss mehreren B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern aus dem Stadtteil zugute kommt. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aktuelle Themen im Bezirksausschuss <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der BA 13  hat 35 Sitze (CSU: 12, Gr\u00fcne: 11, SPD: 6, FDP: 2, \u00d6DP: 2, FW: 1, Linke: 1) und ist in sechs Unteraussch\u00fcsse (UA) aufgeteilt. Als Sozialp\u00e4dagogin bin ich im UA Kultur, Soziales und Vereine t\u00e4tig, sowie im UA Budget und Satzung. Im UA wird jeweils beraten, ob den Antr\u00e4gen, die auf der Tagesordnung stehen, zugestimmt wird oder ob ein Antrag in der gemeinsamen Plenumssitzung diskutiert und dann per Handheben abgestimmt werden muss. Kontroverse Diskussionen gibt es ist fast immer.  Zum Beispiel, wenn es um die Umverteilung des Stra\u00dfenraums zugunsten von Fu\u00df- und Radwegen geht und dadurch eventuell mehrere Parkpl\u00e4tze wegfallen sollen. Aktuell steht diese Debatte in der Vollmannstra\u00dfe an, aber auch in der Denninger Stra\u00dfe, die vom Stadtrat als Radschnellweg-Verbindung vorgeschlagen wurde. Leider gibt es innerhalb des BA auch einige teils langj\u00e4hrige Mitglieder, f\u00fcr die der Prinz-Eugen-Park ein \u201erotes Tuch\u201c ist und die deshalb Antr\u00e4gen, die eine Ma\u00dfnahme bei uns betreffen, eher kritisch gegen\u00fcber stehen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zu zweit k\u00e4mpfen f\u00fcr den Prinz-Eugen-Park<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>So habe ich es als REGSAM*-Beauftragte nicht geschafft, eine Mehrheit daf\u00fcr zu gewinnen, dass die Bewerbung des Prinz-Eugen-Parks als Schwerpunktregion eingereicht werden konnte. Welche sozialen Herausforderungen durch die hohe Anzahl an gef\u00f6rderten Wohnungen im Westteil auf uns zukommen, die die GeQo mit ihren eher niedrigschwelligen Angeboten nicht alleine wird stemmen k\u00f6nnen, schien die CSU wenig zu interessieren. Sie pl\u00e4dierte deshalb auf Vertagung, was zur Folge hatte, dass die Bewerbungsfrist abgelaufen ist. Die SPD lehnte die Bewerbung insgesamt ab. Da mit Gunda Kraus von der Wagnis-Wohnungsgenossenschaft und mir gleich zwei Leute aus dem Wohngebiet im BA sitzen, sehen wir es als unsere Aufgabe, uns weiterhin f\u00fcr den Prinz-Eugen-Park einzusetzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine Nachfrage, wann endlich die l\u00e4ngst geplanten Fahrradst\u00e4nder an der Tramhaltestelle kommen sollen, stellten wir in der Novembersitzung 2020. Die Antwort erwarten wir demn\u00e4chst, ob die Fahrradabstellpl\u00e4tze in K\u00fcrze realisiert werden. Aktuell k\u00fcmmern wir uns gerade darum, wie und wo die Wertstoffinseln bei uns unter Einhaltung von L\u00e4rm- und Abstandsregeln realisiert werden sollen . Die eigentlich geplanten Unterflurcontainer d\u00fcrfen nicht von der Stadt finanziert werden, weil das Aufstellen und Betreiben von Wertstoffcontainern in M\u00fcnchen Sache von zwei privaten Firmen ist. Dringlich ist diese Angelegenheit auch deshalb, weil die Standorte f\u00fcr die Wertstoffcontainer direkt mit der Fertigstellung der Stra\u00dfen im Prinz-Eugen-Park zusammen h\u00e4ngen und die Arbeiten dazu demn\u00e4chst starten sollen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Diese hei\u00dfen Themen stehen an<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Themen Verkehr und Mobilit\u00e4t sowie Gr\u00fcnplanung, \u00d6kologie und Umwelt werden Dauerbrenner im BA bleiben. Der Ausbau von guten Radverbindungen in das Stadtzentrum, Verdichtung des \u00d6PNV-Taktes, \u00dcberlegungen f\u00fcr die Erschaffung von Parklizenzgebieten werden weiterhin hei\u00df diskutiert und teilweise auch in extra Arbeitsgruppen ausgelagert werden. Auch die st\u00e4dtebauliche Entwicklungsma\u00dfnahme (SEM) M\u00fcnchen Nord-Ost und der 4-gleisige Ausbau der Bahntrasse als Zulauf f\u00fcr den Brennerbasistunnel (wir w\u00fcnschen uns fraktions\u00fcbergreifend den Bahntunnel) wird den BA in den n\u00e4chsten Jahren besch\u00e4ftigen. Es bleibt auf jeden Fall spannend.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer von euch Bewohnerinnen und Bewohnern selbst Anliegen hat, was den Stadtteil Bogenhausen angeht, darf mich gerne jederzeit ansprechen oder selbst einen Antrag an den BA richten. Es hat sich heraus gestellt, dass sachlich gut begr\u00fcndeten Antr\u00e4gen von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern im BA h\u00e4ufiger zugestimmt wird, als wenn ein Antrag von einer Fraktion selbst eingereicht wird.<\/p>\n\n\n\n<p><sub>*REGSAM bedeutet: Regionales Netzwerk f\u00fcr sozial Arbeit in M\u00fcnchen. In Bogenhausen gibt es die Facharbeitskreise \u201eKinder und Jugend\u201c, \u201eSenioren\u201c, \u201eFl\u00fcchtlinge und Wohnungslose\u201c und zusammen mit Au\/Haidhausen soll der Facharbeitskreis Kinder und Familie neu aufgebaut werden. 4 Mal im Jahr gibt es Sitzungen mit allen Sprecherinnen der Facharbeitskreise, den Leitungen aus dem Sozialb\u00fcrgerhaus Orleansplatz Soziales und Jobcenter, einer Vertretung der Kirchen, aus dem Seniorenbeirat und aus der Sozialplanung sowie der REGSAM-Beauftragten aus dem BA (in unserem Fall Bogenhausen und Au\/Haidhausen). Geleitet werden diese Sitzungen vom REGSAM-Moderator, Johannes Pflaum, der f\u00fcr den M\u00fcnchner Osten zust\u00e4ndig ist und dessen Stelle von der Stadt finanziert wird. (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.regsam.net\" target=\"_blank\">www.regsam.net<\/a>)<\/sub><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/magazin-neu.progeno.de\/index.php\/redaktionsteam\/\">Marianne Moser <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Marianne Moser ist ein Progeno-Mitglied im Bezirksausschuss 13 vertreten. 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