{"id":1565,"date":"2021-04-01T18:05:00","date_gmt":"2021-04-01T16:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/magazin.progeno.de\/?p=1565"},"modified":"2021-04-01T18:30:24","modified_gmt":"2021-04-01T16:30:24","slug":"1565","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/2021\/04\/01\/1565\/","title":{"rendered":"&#8222;Die Zeit so sch\u00f6n wie m\u00f6glich rumbringen&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Wie f\u00fchrt man ein Gespr\u00e4ch mit Jugendlichen im Lockdown? Ganz einfach: Genauso wie vorher &#8211; als Chat! Momo Sachs, Lydia und Benjamin Mussenbrock haben uns einen Einblick in ihr Leben w\u00e4hrend der Pandemie gegeben &#8211; und \u00fcberraschen mit viel Optimismus.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"485\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Jugendliche_T_T_04032021-1024x681.jpg?resize=730%2C485&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2009\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Jugendliche_T_T_04032021-scaled.jpg?resize=1024%2C681&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Jugendliche_T_T_04032021-scaled.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Jugendliche_T_T_04032021-scaled.jpg?resize=768%2C511&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Jugendliche_T_T_04032021-scaled.jpg?resize=1536%2C1022&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Jugendliche_T_T_04032021-scaled.jpg?resize=2048%2C1363&amp;ssl=1 2048w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Jugendliche_T_T_04032021-scaled.jpg?w=1460&amp;ssl=1 1460w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0001_Jugendliche_T_T_04032021-scaled.jpg?w=2190&amp;ssl=1 2190w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption><em>Benjamin und Lydia Mussenbrock und Momo Sachs (Foto: Tina Rieger-Gudehus)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Prinz-Eugen-Park 22.01.21 \u2013 21:00 Uhr<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><em>Silvia: Wie war euer Montag so?<\/em><br><strong>Lydia<\/strong>: Anstrengend, weil wieder Unterricht in der Schule f\u00fcr mich war, und das wesentlich anstrengender ist als online &#8211; finde ich auf jeden Fall. Aber Schule gibt auch wieder einen gewissen Rhythmus rein, das ist ein Vorteil.<br><strong>Momo<\/strong>: Der Tag war ganz sch\u00f6n, weil das Wetter sch\u00f6n war, und ich im Moment noch online Unterricht habe. Ich habe mich also auf dem Balkon gesonnt und Kaffee getrunken und ein bisschen Hausaufgaben gemacht.<br><strong>Benjamin<\/strong>: Ich bin sehr m\u00fcde und fertig vom Wochenende, aber den online Unterricht habe ich ganz gut hinter mich gebracht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"338\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Whatsapp_bearb.png?resize=730%2C338&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1570\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Whatsapp_bearb.png?w=826&amp;ssl=1 826w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Whatsapp_bearb.png?resize=300%2C139&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Whatsapp_bearb.png?resize=768%2C355&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption><em>Aus der Not eine Tugend gemacht: Interview im Live-Chat (Bild: Silvia Renauer)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Silvia: Was war so los am Wochenende?<\/em><br><strong>Benjamin<\/strong>: \ud83d\ude02\ud83d\ude02 das \u00dcbliche. Ein bisschen feiern mit einem Freund<\/p>\n\n\n\n<p><em>Silvia: L\u00e4sst man sich im Lockdown mehr gehen? Oder anders gefragt: Z\u00e4hlen jetzt andere Werte?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lydia<\/strong>: Ja auf jeden Fall, die Motivation pr\u00e4sentierbar auszusehen, sinkt deutlich, da ich das Haus sehr viel weniger verlasse und die Kassiererinnen am Edeka mich schon in jedem Zustand gesehen haben \ud83d\ude05 Und die einzige andere Freundin, die ich in harten Lockdown Zeiten sehe, kann auch nichts mehr erschrecken, und sie wei\u00df die Liebe zu meinen Jogginghosen sehr gut einzusch\u00e4tzen \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Momo<\/strong>: Ich finde, das Leben im Lockdown basiert vor allem auf Langsamkeit und Gen\u00fcsslichkeit, deswegen lass ich mich schon ganz gerne gehen und mach mal die Schulsachen nicht \u2026<br>Aber daf\u00fcr bin ich aktiver im Haushalt dabei und erledige die wirklich wichtigen Sachen, wie mit meiner Familie plaudern oder mich sehr oft mit Freunden treffen. Das sch\u00e4tzt man jetzt vielmehr\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><em>Silvia: Z\u00e4hlen bei euren Freundschaften jetzt auch andere Dinge mehr als vorher? Habt ihr euch auf \u201ebestimmte\u201c Freunde konzentriert? Und wenn ja, warum auf genau die?<\/em><br><strong>Benjamin<\/strong>: Ich denke der Freundeskreis beschr\u00e4nkt sich auch auf den engsten Freundeskreis wegen der Regeln. Und dabei w\u00e4chst man noch viel mehr zusammen, weil man sich eigentlich jeden Tag trifft und nichts zu tun hat au\u00dfer zu reden. Dann kommt es nicht mehr darauf an, etwas besonders Cooles zu \u201eunternehmen\u201c, sondern einfach viel Zeit zu verbringen und so Spa\u00df zu haben.<br><strong>Lydia<\/strong>: Dadurch, dass man viele Leute, die man oft zuf\u00e4llig auf Partys trifft und eher nicht geplant und privat, nicht mehr sieht, konzentriere ich mich schon deutlich mehr auf meine engeren Freunde. Ich \u00fcberlege genauer, mit wem ich meine Zeit verbringe, wenn ich offiziell nur mit einer Person gleichzeitig Zeit verbringen kann; dadurch konzentriert man sich, denk ich, automatisch auf die engeren Freunde &#8211; und lernt die aber dadurch auch viel mehr zu sch\u00e4tzen, weil man wei\u00df, dass man sich auch gro\u00dfe Unternehmungen und Partys jeden Tag sehen kann, reden kann ohne Ende und sich nie auf die Nerven geht!<\/p>\n\n\n\n<p><em>Silvia: Das klingt gar nicht so schlecht. Glaubt ihr, die Leute jammern zuviel wegen Corona\u2026?<\/em><br><strong>Lydia<\/strong>: Kommt drauf an, in welcher Situation man ist, um ehrlich zu sein!<br>Lieber verzichte ich jetzt auf ein paar Partys und so was, als sp\u00e4ter meinen Job zu verlieren und eine ganze Familie gleichzeitig versorgen zu m\u00fcssen und das nicht zu k\u00f6nnen. Trotzdem sind diese Jahre nat\u00fcrlich sehr wertvoll f\u00fcr unsere Jugend und unsere Entwicklung und um Erfahrungen zu sammeln, Leute kennenzulernen und einfach Spa\u00df zu haben. Das ist schon schade nat\u00fcrlich. Trotzdem gibt es immer Menschen, die schlimmer dran sind, deswegen will ich gar nicht jammern und bin froh, dass ich die paar Freunde noch sehen kann, und somit die Zeit so sch\u00f6n wie m\u00f6glich rumbringen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><br><em>Silvia: Findet ihr es eigentlich gut, in einer Genossenschaft zu leben, oder macht das nicht so einen Unterschied f\u00fcr euch? Gerade auch in dieser Zeit jetzt \u2026<\/em><br><strong>Benjamin<\/strong>: Ich denke, das macht keinen so gro\u00dfen Unterschied, also f\u00fcr uns Jugendliche.<br><strong>Lydia<\/strong>: Von der Genossenschaft selbst bekomme ich pers\u00f6nlich nicht so viel mit. Das beste an dieser Genossenschaft ist, dass ich jetzt n\u00e4her an der Stadt wohne als fr\u00fcher \ud83d\ude05 Ich bin froh, dass ich im Keller unseren Jugendraum habe, welche ich jeden Tag nutzen kann &#8211; egal ob f\u00fcrs lernen oder mit Freunden.<\/p>\n\n\n\n<p><br><em>Silvia: Nutzt ihr den Jugendraum noch?<\/em><br><strong>Lydia<\/strong>: Ich benutze ihn so gut wie jeden Tag. Bin aber auch so gut wie die einzige, die den Raum nutzt &#8211; soll aber am besten auch so bleiben \ud83d\ude07<br><strong>Benjamin<\/strong>: Ja auf jeden Fall. Vorallem zum Lernen oder Sport machen eignet er sich perfekt, da man unten meist allein und ungest\u00f6rt ist.<\/p>\n\n\n\n<p><br><em>Silvia: Worauf freut ihr euch am meisten, wenn Corona vorbei ist? Was sind eure Pl\u00e4ne &#8211; vielleicht sogar Tr\u00e4ume?<\/em><br><strong>Lydia<\/strong>: Ich freue mich, alle meine Freunde wieder auf einmal sehen zu k\u00f6nnen, in Menschenmengen einzutauchen, aufs Oktoberfest zu gehen und nat\u00fcrlich endlich wieder zu reisen &#8211; vor Allem nach dem Abitur einfach mal raus aus M\u00fcnchen in entfernte tropische L\u00e4nder ohne an die Pandemie, die unser Leben ein ganzes Jahr so ver\u00e4ndert hat, denken zu m\u00fcssen!<br><strong>Benjamin<\/strong>: Ich will endlich mal wieder auf eine Party mit vielen Menschen, wo ich neue Leute kennenlernen kann, ohne mir dabei die ganze Zeit Sorgen wegen der Polizei machen muss! Au\u00dferdem will ich mit meinem engsten Freunden unbedingt wieder ins Ausland in dem Urlaub fahren \ud83d\ude03<br>\u200e<br><em>Silvia: In diesem Sinne w\u00fcnsche ich euch eine gute Nacht und richtig sch\u00f6ne Tr\u00e4ume <\/em>\ud83e\udd29<em>. Vielen lieben Dank f\u00fcr eure Zeit!<\/em><br><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/magazin-neu.progeno.de\/index.php\/redaktionsteam\/\">Silvia Renauer<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie f\u00fchrt man ein Gespr\u00e4ch mit Jugendlichen im Lockdown? 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