{"id":4508,"date":"2022-04-29T02:14:00","date_gmt":"2022-04-29T00:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/magazin.progeno.de\/?p=4508"},"modified":"2022-04-29T06:24:55","modified_gmt":"2022-04-29T04:24:55","slug":"heike-skok-im-interview-gekuerzte-fassung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/2022\/04\/29\/heike-skok-im-interview-gekuerzte-fassung\/","title":{"rendered":"&#8222;Es ist grandios, wie ihr das gemacht habt!&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Christoph und Felizitas im Gespr\u00e4ch mit Heike Skok, Gr\u00fcndungsmitglied der Wogeno<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Ohne die Pionierarbeit der Wogeno w\u00e4re die Progeno m\u00f6glicherweise nie gegr\u00fcndet worden. Wogeno-Mitgr\u00fcnderin Heike Skok ist eine echte &#8222;\u00dcberzeugungst\u00e4terin&#8220;: Wie aus der Hausbesetzerin eine &#8222;H\u00e4userbesitzerin&#8220; wurde, erz\u00e4hlt sie uns in einem spannenden Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Du konntest ja bereits ein bisschen in unser Magazin schauen &#8211; ich muss gestehen, dass ich daf\u00fcr manche Anregung aus euren Wogeno-Rundbriefen entnommen habe, die ich sehr sch\u00e4tze.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike:<\/strong> Euer Magazin ist ganz wunderbar und wirklich beeindruckend &#8211; eine super gute Qualit\u00e4t!<\/p>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Vielen Dank! Ja, dank einiger Profis im Redaktionsteam und vieler engagierter Laien. Wir sind auch sehr stolz darauf! So entstand in mir die Idee, dich als Urgestein der Wogeno f\u00fcr\u2019s Magazin zu interviewen. Du hast ja mit einigen anderen viel Pionierarbeit geleistet seit der Gr\u00fcndung vor ca. 30 Jahren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Christoph: Es ist unglaublich wichtig, zu erfahren, wie ihr es in der Stadt M\u00fcnchen geschafft habt, so etwas wie die Wogeno auf die Beine zu stellen. Ohne eure Vorarbeit h\u00e4tten wir die Progeno nie starten k\u00f6nnen. Wir kommen von der Herkunft her eher aus der b\u00fcrgerlichen Ecke, wobei wir es nicht so empfinden, aber rein faktisch ja, wir sind jetzt nicht die gr\u00fcnen \u00d6ko Leute von Geburt an. Unser Impetus war, wie k\u00f6nnen wir gut und bezahlbar zusammen wohnen und zwar unabh\u00e4ngig von irgendwelchen speziellen \u00dcberschriften.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike: <\/strong>Es ist grandios, wie ihr das gemacht habt. Dass ihr so kurz nach der Gr\u00fcndung ein Grundst\u00fcck bekommen habt und loslegen konntet, ist ein Gl\u00fccksfall. Insofern habt ihr auch viel schneller Lernerfahrungen gemacht als wir, die Jahre brauchten, bis aus der Idee endlich Realit\u00e4t werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Ja, es war von Anfang sehr temporeich, weshalb wir bestimmte Sachen inhaltlicher Art quasi etwas nachholen. Das betrifft z. B. das Artikulieren und Definieren, was wir genau unter Selbstverwaltung und Beteiligung verstehen. Mit unserem zweiten Projekt in Freiham sind wir zu solchen Festlegungen ange-halten. Hier im ersten Projekt ist es etwas spezieller, da einige Gr\u00fcnder und beide Vorst\u00e4nde hier wohnen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Christoph: Da ist eben auch eine spannende Frage f\u00fcr mich. Die Gr\u00fcnder haben eine ganz besondere Beziehung &#8211; es ist mein Baby und da h\u00e4ngt man dran. Gleichzeitig ist es aber  auch manchmal eine Bremse, weil man nat\u00fcrlich eben genau diese enge Beziehung hat. Wir haben das Gef\u00fchl, dass jetzt nach sieben Jahren der richtige Zeitpunkt ist, den \u00dcbergang einzul\u00e4uten. Und es gibt ja auch gen\u00fcgend, die in dieser \u00dcbergangphasen mitmachen von der Gr\u00fcndung in einen laufenden Betrieb, also in eine nachhaltige, stabile Bewirtschaftung und nat\u00fcrlich den Aus- und Weiterbau.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: In gewisser Weise hatten wir den Vorteil<\/em>,<em> von Anfang ein Team zu sein; kein Einzelner von uns h\u00e4tte das geschafft. Deshalb konnten wir gleich mit dieser Schlagkraft durchstarten &#8211; da gab es das bauliche Know-how, das genossenschaftliche, das finanzielle\/strukturierende und das soziale &#8211; sehr breit aufgestellt also. <\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/stattbau-0268_a-1-1024x683.jpg?resize=730%2C487&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-4487\" width=\"730\" height=\"487\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/stattbau-0268_a-1-scaled.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/stattbau-0268_a-1-scaled.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/stattbau-0268_a-1-scaled.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/stattbau-0268_a-1-scaled.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/stattbau-0268_a-1-scaled.jpg?resize=2048%2C1365&amp;ssl=1 2048w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/stattbau-0268_a-1-scaled.jpg?w=1460&amp;ssl=1 1460w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/stattbau-0268_a-1-scaled.jpg?w=2190&amp;ssl=1 2190w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption><em>Heike Skok (Foto: stattbau GmbH)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Heike<\/strong>: Zu mir, ich bin Heike Skok inzwischen 65 Jahre und studierte Soziologin. Urspr\u00fcnglich komme ich aus Frankfurt, bin \u00fcber die Jahre ein bisschen in der Welt herumgekommen. Mit Stadtentwicklung und Genossenschaften hat es tats\u00e4chlich in Berlin w\u00e4hrend meines Studiums angefangen. Da habe ich Anfang der 80er zusammen mit Freundinnen aus dem \u201cNotruf f\u00fcr vergewaltigte Frauen\u201d ein Haus besetzt, nat\u00fcrlich das sch\u00f6nste Haus am Landwehrkanal, wie sich das f\u00fcr uns \u201cDamen\u201d geh\u00f6rt. Es war v\u00f6llig hin. Von Fussb\u00f6den \u00fcber Fenster bis zu Wasser und Strom musste alles neu verlegt werden, mit Material aus Abbruchh\u00e4usern. Wasser bekamen wir von netten Nachbarinnen \u00fcber einen Schlauch, praktisch war die \u00f6ffentliche Toilette gegen\u00fcber und einmal in der Woche waren wir in Schwimmbad zum Duschen. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Felizitas:<\/em> <em>Wart Ihr denn so handwerklich begabt oder wie habt ihr das gemacht?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike: <\/strong>Nun, wir sind nicht lange allein geblieben, sondern es kamen Freundinnen und Bekannte dazu \u2013 alle haben mitgemacht, nach pers\u00f6nlichen F\u00e4higkeiten. Der Gedanke der Selbsthilfe, den wir von Anfang an dann bei der Wogeno nach M\u00f6glichkeiten eingef\u00fchrt haben. Das ist genau die Idee, dass \u00fcber gemeinsames Tun unterschiedliche Herk\u00fcnfte, Bildungsstandard etc. keine so wichtige Rolle mehr spielen, weil man sich ganz anders erlebt. Jedenfalls in den 80ern hatte sich die Luisenstadt-Genossenschaft schon gegr\u00fcndet, das waren die ersten genossenschaftlichen Ans\u00e4tze in Berlin. Der Prozess der Hausbesetzungs-Legalisierung hat lange gedauert. Manche H\u00e4user wurden ger\u00e4umt und bei den legalisierten H\u00e4usern wurde \u00fcberlegt, wir die \u00dcbernahme gehen k\u00f6nnte. Das geschah dann oft in Form einer Genossenschaft. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Nun, wir sind nicht lange allein geblieben, sondern es kamen Freundinnen und Bekannte dazu \u2013 alle haben mitgemacht, nach pers\u00f6nlichen F\u00e4higkeiten. Der Gedanke der Selbsthilfe, den wir von Anfang an dann bei der Wogeno nach M\u00f6glichkeiten eingef\u00fchrt haben. Das ist genau die Idee, dass \u00fcber gemeinsames Tun unterschiedliche Herk\u00fcnfte, Bildungsstandard etc. keine so wichtige Rolle mehr spielen, weil man sich ganz anders erlebt.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Wie kam es denn, dass das Thema &#8222;Genossenschaften&#8220; wieder aufkam? Genossenschaften sind ja eigentlich eher was Altes, auch eher Verstaubtes.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike: <\/strong>Mitte der 80er ist ja ganz viel in Bewegung gekommen, in Hamburg und \u00fcberall. Im Widerstand vorallem gegen den Leerstand und Abriss von Gr\u00fcnderzeitbest\u00e4nden. Da kam auch das genossen-schaftliche Thema neu auf. Meine unmittelbare Verbindung zu Genossenschaften kam bei meiner R\u00fcck-kehr aus den USA zustande. 1991 wurde ich Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Frauengenossenschaft WeiberWirtschaft. Die hatte sich 1989 gegr\u00fcndet, um einen Frauen-Gewerbehof zu etablieren. Ich bin genau in die spannende Zeit nach dem Mauerfall dazu gekommen. Meine Hauptaufgabe war es, ein Objekt zu finden, in dem wir diese Genossenschaft realisieren k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Ihr hattet noch keine Immobilie, wart aber schon gegr\u00fcndet?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike<\/strong>: Ja, wir wollten B\u00fcros, Werkst\u00e4tten und \u00e4hnliches f\u00fcr Frauen-Startups zur Verf\u00fcgung stellen. Das wurde aus einem Forschungsprojekt heraus entwickelt. In den Gremien waren erstmal Frauen aus dem Wirtschafts- und Forschungsbereich (Wissenschaftszentrum Berlin und Hochschule). Sie hatten festgestellt, dass Frauen  Unterst\u00fctzung brauchen, dass es Strukturen braucht, in denen sich Frauen selbstst\u00e4ndig machen k\u00f6nnen. Es war ein sehr spannendes Jahr f\u00fcr mich! 1992 entschloss ich mich<br>dennoch nach M\u00fcnchen zu ziehen, meinem Liebsten Thomas Hartmann hinterher, der aus M\u00fcnchen stammte und nicht mehr nach Berlin zur\u00fcck wollte. Das war nat\u00fcrlich ein bisschen schmerzhaft, vorallem, da &#8211; kaum dass ich weg war &#8211; tats\u00e4chlich ein Geb\u00e4ude f\u00fcr die WeiberWirtschaft gefunden wurde, und zwar ausgerechnet die ehemalige VEB Kosmetik!! <br>Das Projekt ist zustande gekommen &#8211; nat\u00fcrlich mit viel F\u00f6rderung von Bund und vom Land. Es wird immer noch abbezahlt, aber die WeiberWirtschaft lebt und ist beispielgebend f\u00fcr andere Projekte in Hannover oder in Bremen. Nat\u00fcrlich bin ich immer noch Mitfrau. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Und wie ging es dann hier in M\u00fcnchen f\u00fcr dich weiter?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike <\/strong>: Als ich nach M\u00fcnchen kam, waren schon erste \u00dcberlegungen f\u00fcr die Gr\u00fcndung eines Wohn-projekts im Gespr\u00e4ch. Schnell bildete sich eine Initiative, zu der neben Peter Schmidt u.a. auch Christian Stupka dazu stie\u00df. Wir haben ein Jahr lang \u00fcberlegt, wie kann das gehen, wo, mit wem und so weiter. Thomas hat zwei Semester in Z\u00fcrich studiert und kannte daher die Wogeno Z\u00fcrich. Auf dem Weg in einen gemeinsamen Skiurlaub sind wir dort vorbeigefahren, haben uns alles angeschaut und festgestellt: Das ist genau das Konzept, das wir brauchen! Denn in unserer kleinen Wohnprojekt Gruppe gab es sehr unterschiedliche Vorstellungen, \u00fcber den Standort und die Rechtsform. Das ging nicht leicht unter einen Hut. Und Genossenschaft war das passende Modell, um zu sagen: Wir gehen von vornherein davon aus, dass wir mehrere Projekte machen, damit alle ihr Pl\u00e4tzchen finden k\u00f6nnen. Wir haben uns dann letztlich f\u00fcr das Konzept der Wogeno Z\u00fcrich entschieden und Peter Schmidt hat eine Satzung geschrieben.<br>Es ist mir wichtig zu sagen, dass wir uns von Anfang an als eine politische Organisation verstanden haben. Wir hatten damals den Eindruck, dass M\u00fcnchen das braucht. Die Genossenschaft hat einfach die richtige Struktur, die richtige Rechtsform, um praktisch solidarisch voranzugehen. Wir waren auch immer sehr pragmatisch unterwegs, nicht so sehr auf Selbstverwirklichung hin ausgerichtet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/p20130623_3711_klein-2.jpg?resize=730%2C743&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-4670\" width=\"730\" height=\"743\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/p20130623_3711_klein-2.jpg?w=786&amp;ssl=1 786w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/p20130623_3711_klein-2.jpg?resize=295%2C300&amp;ssl=1 295w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/p20130623_3711_klein-2.jpg?resize=768%2C782&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption><em>Westendstra\u00dfe (Foto: Wogeno eG)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Wie habt ihr das denn praktisch gemacht, von was habt ihr gelebt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike: <\/strong>Es war ein zentraler Pluspunkte f\u00fcr die Wogeno-Gr\u00fcndung, dass wir drei Gr\u00fcndungsmitglieder, Peter Schmidt, Christian Stupka und ich, Teilzeitstellen hatten und die zweite H\u00e4lfte unserer Arbeitszeit in den Aufbau der Genossenschaft stecken konnten.  Na ja und wir hatten alle keinen riesigen Lebens-standard, eine kleine Wohnung , noch keine Kinder, kein Auto und keine riesigen Anspr\u00fcche, dann geht das eben. Es hat dann ein ganze Weile gedauert, bis sich seit der Gr\u00fcndung 1992 alles so weit entwickelt hat, dass Arbeit f\u00fcr die Wogeno auch mal was bezahlt werden konnte. Damals waren wir die erste junge Initiative in M\u00fcnchen und haben einen Wohnbund-Kongress in M\u00fcnchen genutzt, um die Genossenschaft \u00f6ffentlich zu pr\u00e4sentieren. Dort gab es auch Presse. Und so hatten wir auf den ersten Schwung die ersten 100 Solidar-Mitglieder. Die haben gesagt: \u201c Das braucht es jetzt endlich auch in M\u00fcnchen. Wir sind die letzten in der Bundesrepublik in einer gr\u00f6\u00dferen Stadt!\u201d Ja, und das hat sich auch \u00fcber eine relativ lange Zeit dann so gehalten. Ein Stamm von Mitgliedern ohne aktuellen Wohnbedarf war f\u00fcr unsere Eigenkapitalbasis wichtig. Wir haben niemandem versprochen, wann und ob sie jemals eine Wohnung bekommen &#8211; immer ganz offensiv, weil wir ja gar nicht wussten, wie es weitergehen kann. Wir waren kurz vorm Einpacken, als es dann mit der Agnesstrasse 1996 doch geklappt hat &#8211; das war das erste Projekt &#8211; ein Erbauprojekt! <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"548\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Agnes-1.jpg?resize=730%2C548&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-4667\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Agnes-1.jpg?w=800&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Agnes-1.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Agnes-1.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption><em>Agnesstra\u00dfe (Foto: Wogeno eG)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Und wegen der Erbpacht war Eigenkapital nicht so ein Thema?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike<\/strong>: Ohne Erbbaurecht w\u00e4re es nicht zu finanzieren gewesen, aber die Bewohner:innen wussten ja auch, dass sie mithelfen m\u00fcssen. Mit ihnen hatten wir die ersten wohnenden Mitglieder und au\u00dferdem gab es ja noch ein paar freie Wohnungen f\u00fcr weitere Mitglieder. Ich kann mich auch noch an viele Zeitungsartikel erinnern. Denn wir haben immer versucht, eine gute \u00d6ffentlichkeit und zur Politik einen guten Kontakt zu haben. Heute ist das nicht mehr so wichtig. Immer wieder waren wir bei der Verwaltung vorstellig und haben \u00fcberall Lobbyarbeit gemacht, z. B. bei der damaligen Chefin der HA III, die unseren Vorstellungen sehr skeptisch gegen\u00fcber stand. Deshalb mussten wir alles tun, um zu beweisen, dass wir nicht unser sch\u00f6nes Genossenschafts-Nest f\u00fcr ein paar Mittelkl\u00e4ssler bauen wollen. So sind wir auch ganz fr\u00fch mit BISS in Kontakt getreten und mit anderen sozialen Organisationen, um praktisch zu belegen, dass wir tats\u00e4chlich unsere Genossenschaft sozial-politisch verantwortlich aufstellen wollen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Ja, wir haben wirklich dicke Bretter gebohrt &#8230; Auf kommunaler Ebene und in der Verwaltung war die Experimentierfreude anderswo viel gr\u00f6\u00dfer, als in so einer saturierten Stadt wie in M\u00fcnchen.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Ja, das ist ja das Thema, dass ihr f\u00fcr alle nachfolgenden Genossenschaften diese Vorarbeit bei der Stadt geleistet habt. Die Genossenschaften sind wirklich daran orientiert, der Stadt zu helfen, einen guten Wohnungsbau zu machen. Das waren vor allem die Gr\u00fcnen und die SPD, die ihr bearbeitet habt, oder?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike: <\/strong>Dann aber auch die CSU. Genossenschaften sind auch dort unumstritten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Also, ihr habt von<\/em> <em>Anfang in allen Richtungen wirklich breite, breite Lobbyarbeit geleistet.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike<\/strong>: Ja, wir haben wirklich dicke Bretter gebohrt, weil es in M\u00fcnchen anders war als z. B. in Berlin oder in NRW mit ihren Leerst\u00e4nden und Hausbesetzungen. Hier dauert der Leerstand max. 1 Tag, wie ich geh\u00f6rt habe. So gab es vonseiten der Stadt nie die Erfordernis, innovative L\u00f6sungen zu verfolgen. Auf kommunaler Ebene und in der Verwaltung war die Experimentierfreude anderswo viel gr\u00f6\u00dfer, als in so einer saturierten Stadt wie in M\u00fcnchen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Also die Offenheit, sich auf etwas unkonventionelle, innovative Modelle und Konzepte einzustellen, ist in anderen St\u00e4dten, in denen es in sich schon ein bisschen offener, turbulenter zugeht, mehr da als in M\u00fcnchen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Heike Skok: Ja, absolut. Und deshalb war es sehr m\u00fchsam f\u00fcr die ersten Initiativen in M\u00fcnchen. F\u00fcr unser Projekt in der Johann-Fichte-Str. haben wir uns mit dem CBF (Club der Behinderten und ihrer Freunde) zusammen getan und so das Grundst\u00fcck in Schwabing bekommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"548\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Innenhof.jpeg?resize=730%2C548&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-4675\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Innenhof.jpeg?w=800&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Innenhof.jpeg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Innenhof.jpeg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption><em>Johann-Fichte-Stra\u00dfe 12 (Foto: Wogeno eG)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Langsam aber sicher kam allm\u00e4hlich in der Politik und in der Verwaltung an, dass wir tats\u00e4chlich nicht nur extravagante Ideen haben, sondern tats\u00e4chlich einen gr\u00f6\u00dferen Blick auf die Stadt, dass wir Mitgestalter:innen der Stadtgesellschaft sind. Und das, denke ich, hat schon eine wichtige Rolle gespielt bei der Entscheidung, so viele Fl\u00e4chen an Genossenschaften zu vergeben. Auch die Wagnis eG hat dazu beigetragen, die z. B. mit den waghalsig gro\u00dfen Gemeinschaftsfl\u00e4chen am Ackermannbogen, f\u00fcr die kein Investor im Viertel einen m\u00fcden Cent beigesteuert hat, ein gro\u00dfes wirtschaftliches Risiko eingegangen ist (\u201cWie kriegen wir das vermietet, wie kriegen wir da die erforderlichen Mieten rein?\u201d)<\/p>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Welche Hindernisse hattet ihr zu bew\u00e4ltigen, welche Konflikte hattet ihr zu l\u00f6sen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike<\/strong>: Es sind diese kleinen Sachen im Detail: Ich wei\u00df noch, wie ich weinend im B\u00fcro sa\u00df, weil ich mit den T\u00fccken der verschiedenen F\u00f6rderstufen (z. B. \u201cM\u00fcnchen Modell\u201d) k\u00e4mpfte, also welche Haushalte in welcher Gr\u00f6\u00dfe in welche Kategorie fallen usw. Wir kamen alle nicht vom Fach und hatten noch nie vorher gef\u00f6rderten Wohnungsbau gemacht. Die Stadt hat bei dem Projekt in Riem auf einmal gesagt hat, das es so gar nicht ginge, wie ich mir das vorgestellt habe bzw. wie ich meinte, dass es mir zugesagt war. Das musste ich anschlie\u00dfend den k\u00fcnftigen Bewohnerinnen und Bewohnern beibringen. Ich konnte das dann noch heilen, aber es gab immer wieder in diesen Prozessen diese ersch\u00fctternden Erlebnisse. Wir waren in gewisser Weise auch allein. Dar\u00fcberhinaus muss man ein ordentliches Konzept ausarbeiten, um zu sehen, an welchem Punkt eine Beteiligung sinnvoll und zielf\u00fchrend ist. Denn es geht ja nicht um irgendeine \u201cBesch\u00e4ftigung\u201d von Menschen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"548\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Front-mit-Fahrradboxen-2.jpg?resize=730%2C548&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-4668\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Front-mit-Fahrradboxen-2.jpg?w=800&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Front-mit-Fahrradboxen-2.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Front-mit-Fahrradboxen-2.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption><em>Caroline-Herschel-Stra\u00dfe in der Messestadt Riem (Foto: Wogeno eG)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Christoph: Dabei geht es in erster Linie um eine transparente Kommunikation. Nach meiner Erfahrung ist es nicht so schlimm, wenn man den Leute sagt, dass wir etwas noch nicht wissen, das sich noch was kl\u00e4rt. Schlecht ist es jedoch, wenn man den Leuten zuerst sagt &#8222;hier, k\u00fcmmert Euch mal um das und das&#8220;, wenn ihre Arbeit dann aber keine Relevanz hat und die eigentlichen Entscheidungen woanders getroffen werden. Es ist auch wichtig, dass sich Konfliktpunkte nicht ewig wie ein Kaugummi in die L\u00e4nge ziehen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Es ist besser, angesichts der immer komplexeren Vorhaben der Stadt und den engen finanziellen Rahmen ein paar wenige Dinge zu bestimmen, bei denen Beteiligung wirklich sinnvoll ist. Wir haben hier bei uns im Bau nicht wirklich viel Beteiligung gehabt. Unser Schwerpunkt der Partizipation lag bei den Gemeinschaftsr\u00e4umen; solche Themen k\u00f6nnen in die H\u00e4nde der zuk\u00fcnftigen Bewohnerinnen und Bewohner gelegt werden. Dadurch steigen Qualit\u00e4t und Identifikation.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike<\/strong>: Ja, du hast recht. Das ist bei uns im Haus im Prinz-Eugen-Park auch so gelaufen; es gibt Arbeits-gruppen, die sich z. B. mit der Einrichtung der Gemeinschaftsr\u00e4ume besch\u00e4ftigen. Das ist einfach realistisch.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Christoph: Wir hatten hier anfangs die Frage: Was f\u00fcr ein Charakter hat so ein Geb\u00e4ude? Uns war hier sehr wichtig, dass in der attraktiven Mitte das Gemeinschaftshaus mit Gemeinschaftsraum, Werkstatt, Apparte-ments, Computer Lounge liegt, also an unserer Premium Stelle und nicht im hintersten Eck. Und das kann man ja schon diskutieren: Wollt ihr dem Thema Gemeinschaftlichkeit einen hohen Wert geben? Oder ist das nur ein Randthema. Also, Hauptsache meine Wohnung ist toll und sch\u00f6n und gro\u00df und liegt an der sch\u00f6nsten Ecke oder ist die sch\u00f6nste Stelle die f\u00fcr unsere Gemeinschaftsr\u00e4ume?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Ich meine auch, dass man so etwas von der Genossenschaft mehr oder weniger vorgeben kann oder sollte. Denn darin liegt ja auch die Qualit\u00e4t des Wohnens in einer Genossenschaft. Wir haben dann auch die Leute, die das sch\u00e4tzen<\/em>. <br><em>Nochmal zu Dir: Du bist ja ganz stark vernetzt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Wir haben unsere Erfahrungen offengelegt, weil es uns wichtig war und ist, dass es auch andere gibt und dass die Idee, die Projekte verbreitet werden. Und das, denke ich, hat sehr stark die Atmosph\u00e4re der guten Kooperation gepr\u00e4gt, die wir ja bis heute unter den Genossenschaften in M\u00fcnchen haben.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Heike<\/strong>: Das stimmt. Und das hat auch die Atmosph\u00e4re hier in M\u00fcnchen mitgepr\u00e4gt, unter den Genossenschaften &#8211; so wie es das in manchen St\u00e4dten vielleicht nicht so gibt. Wir haben Wagnis auf dem Weg geholfen, ich habe FrauenWohnen auf dem Weg geholfen. Wir haben unsere Erfahrungen offengelegt, weil es uns wichtig war und ist, dass es auch andere gibt und dass die Idee, die Projekte verbreitet werden. Und das, denke ich, hat sehr stark die Atmosph\u00e4re der guten Kooperation gepr\u00e4gt, die wir ja bis heute unter den Genossenschaften in M\u00fcnchen haben. In der Zwischenzeit sind wir zwar in einer Konkurrenzsituation um die Grundst\u00fccke, aber das \u00e4ndert nichts an der grunds\u00e4tzlichen Solidarit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Christoph: Ja, es gibt diese Konkurrenz in der Bewerbung auf die Grundst\u00fccke hin, aber nicht in der Lobbyarbeit. Denn vom Ansatz her gibt es keine gro\u00dfen Unterschiede.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike<\/strong>: Genau, nur der Anforderungskatalog von der Stadt wird immer gewaltiger und das ist finanziell\/wirtschaftlich allm\u00e4hlich schwer darstellbar.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Christoph: Ja, wir als Genossenschaften sind ja privatwirtschaftlich aufgestellt, aber nicht gewinnorientiert. Wir wollen aber mit unseren Bewohnerinnen und Bewohner nicht ins Risiko gehen m\u00fcssen. Von der Stadt bekommen wir aber zwischenzeitlich ein Korsett umgelegt, da die Auflagen so viele sind. Da fragt man sich, warum die Stadt diesen offensichtlichen Bedarf nicht mit ihren st\u00e4dtischen Gesellschaften selber abdeckt. Wir als sehr gemeinwohlorientierte Genossenschaften m\u00fcssen entsprechende Freir\u00e4ume bekommen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike<\/strong>: Wir als Mitbauzentrale hatten schon vor einem halben Jahr einen eigenen Brief an die Stadt ge-schrieben, es gab Briefe von der GIMA und es gab auch schon Gespr\u00e4che mit der Frau Prof. Merk usw. Ja, all diese Sachen sind schon gelaufen, kurz vor Weihnachten ist dann dieses Sammel-Schreiben raus, das alle Genossenschaften unterschrieben haben.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Christoph: Das ist toll, dass alle unterschrieben haben. Diese Botschaft zeigt ja wirklich, dass alle geschlossen dahinter stehen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike<\/strong>: Aber dennoch scheint das keine Wirkung zu haben. Soweit wir wissen, muss in die Aus-schreibungsunterlagen f\u00fcr die Bayernkaserne alles reingeschrieben werden, was vom Stadtrat beschlossen wurde. Es ist da eine Grenze an Machbarkeit \u00fcberschritten. Wir von der Mitbauzentrale sagen schon sehr lange, dass die Stadt von diese Pseudo-Konzeptausschreibung mit den vielen H\u00e4kchen und Forderungen lassen muss. Es muss einen Spielraum geben. Zum Beispiel steht in dem Schreiben auch, dass diese Mietpreis Reduzierung im KMB-Bereich so viele Punkte bekommt. Das geht \u00fcberhaupt nicht. Es sollte eine ernstzunehmend Konkurrenz zwischen den Genossenschaften bez\u00fcglich ihrer Schwerpunkte geben, also dass jede Genossenschaft ihre Konzeptbausteine selber aussuchen kann, aber kein Preiskampf. Das Bl\u00f6de ist, dass es in M\u00fcnchen keine Jury gibt, sondern dass die Verwaltung entscheidet. Das ist einfach schade.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Christoph: Es gibt keine kreativen Spielr\u00e4ume. Gerade diese Mietpreis Geschichte setzt die falschen Signale, da wir dann die Einlagen erh\u00f6hen m\u00fcssen. Das sind aber falsche Anreize, da das Angebot dann nur noch f\u00fcr die Reichen ist. Aber wir haben hier einen Wohnungsmangel f\u00fcr breite Bev\u00f6lkerungsschichten, denn die Leute ziehen in die St\u00e4dte. Wenn du das gestalten willst, dann muss es \u00fcber andere Mechanismen gehen als \u00fcber diese Mietpreis-Komponente.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heike<\/strong>: Ja, das steht auch ganz deutlich in dem Schreiben, dass das einesoziale Schieflage bef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Felizitas: Ganz herzlichen Dank f\u00fcr Deine Zeit &#8211; es ist eine echte Kostbarkeit, mit dir in diesem offen und vertraungsvollen Austausch zu stehen und so an deinem gewaltigen Erfahrungsschatz teilhaben zu k\u00f6nnen<\/em>!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/magazin-neu.progeno.de\/index.php\/2022\/04\/19\/heike-skok-im-interview\/\">Hier der Link zur der ungek\u00fcrzten Fassung des Interviews mit Heike Skok<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/magazin-neu.progeno.de\/index.php\/redaktionsteam\/\">Felizitas Mussenbrock-Strau\u00df<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christoph und Felizitas im Gespr\u00e4ch mit Heike Skok, Gr\u00fcndungsmitglied der Wogeno Ohne die Pionierarbeit der&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":4487,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"ngg_post_thumbnail":0,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[6],"tags":[265,75,304,307,125,303,306],"class_list":["post-4508","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wissens-und-lebenswert","tag-ausgabe-4","tag-gruendung","tag-h-skok","tag-historie","tag-muenchen","tag-wogeno","tag-wohnbund"],"acf":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/stattbau-0268_a-1-scaled.jpg?fit=2560%2C1707&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4508","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4508"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4508\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4944,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4508\/revisions\/4944"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4487"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4508"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4508"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4508"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}