{"id":6113,"date":"2023-05-17T15:59:00","date_gmt":"2023-05-17T13:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/magazin.progeno.de\/?p=6113"},"modified":"2023-05-17T21:45:36","modified_gmt":"2023-05-17T19:45:36","slug":"jedes-paket-kann-ueber-leben-und-tod-entscheiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/2023\/05\/17\/jedes-paket-kann-ueber-leben-und-tod-entscheiden\/","title":{"rendered":"\u201eJedes Paket kann \u00fcber Leben und Tod entscheiden\u201c"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nachtsichtger\u00e4te, Stiefel, Drohnen: Khrystyna Stotska aus Freiham organisiert Ausr\u00fcstungstransporte an die ukrainische Front<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcnf Minuten zu fr\u00fch bin ich an diesem sonnigen Samstagvormittag, an dem ich an der Klingel von Khrystyna in Freiham in der Gustl-Bayrhammer-Stra\u00dfe l\u00e4ute. Wir sind zum Interview verabredet.  Und ich klaue ihr die f\u00fcnf Minuten, die einem als Mutter von kleinen Kindern normalerweise reichen, um noch schnell den Tisch abzuwischen, die Schlafanz\u00fcge der Kinder von der Couch verschwinden zu lassen oder die Legosteine in die Kiste zu werfen. Das ganz normale Chaos halt. Doch die Grenzen zu einem normalen Alltag sind in Khrystynas Leben seit \u00fcber einem Jahr verschwommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"973\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5107-2.jpg?resize=730%2C973&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-6282\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5107-2.jpg?w=768&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5107-2.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>\u201eHelme sind richtig teuer geworden\u201c, sagt Khrystyna, kennt inzwischen aber gute Bezugsquellen <\/em>(Foto: Khrystyna Stotska)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein bisschen gehetzt, aber fr\u00f6hlich bittet sie mich an ihren gro\u00dfen Esstisch im Wohnbereich ihrer hellen Wohnung, eine leichte Brise weht durch die helle Erdgeschosswohnung. Mann und Kinder sind ausgeflogen, Khrystyna hofft auf Ruhe f\u00fcr unser einst\u00fcndiges Interview, vergebens &#8211; denn das Handy steht nicht still. Irgendwie bezeichnend f\u00fcr das Leben der jungen Ukrainerin aus dem Gebiet Ivano-Frankivsk, die parallel Spenden eintreibt und davon einkauft f\u00fcr Ausr\u00fcstungs- Transporte an die Front, als IT-lerin arbeitet und ihre Familie mit zwei kleinen T\u00f6chtern managt. <br>Wir haben uns gerade hingesetzt, da ruft ihr Mann an, der die Kinder zur ukrainischen Samstagsschule bringen soll und die Erzieher nicht findet. Khrystyna legt auf, versucht die Lehrerin zu erreichen und gleichzeitig kommt ein wichtiger Anruf rein: Sie legt auf und \u00fcbersetzt f\u00fcr mich: \u201eDas war ein milit\u00e4rischer Ausr\u00fcster, bei dem ich 40 feuerfeste Anz\u00fcge f\u00fcr Panzerfahrer eingekauft habe. Vorhin habe ich schon ein Nachtsichtger\u00e4t gekauft.\u201c Sie erkl\u00e4rt, dass sie schnell sein muss &#8211; jeder Tag z\u00e4hlt f\u00fcr die Soldaten an der Front. Deswegen legt auch jede Woche ein Transport mit Nachschub ab, Fahrer die ehrenamtlich Equipment auf einer Route durch Deutschland einsammeln und in die Ukraine fahren. <\/p>\n\n\n\n<p>Khrystyna schiebt einen K\u00e4sekuchen in den Ofen und legt einen dicken Stapel Rechnungen auf den Esstisch: \u201eDas sind allein f\u00fcr 2022 Rechnungen \u00fcber 100.000 Euro\u2026 Ein Schutzweste kostet 600\u20ac, ein Helm ungef\u00e4hr 300\u20ac, Funkger\u00e4te 600\u20ac pro St\u00fcck, Erste Hilfe Sets f\u00fcr 80\u20ac, ein Nachtsichtger\u00e4t bis zu 3.500\u20ac, eine Drohne mit W\u00e4rmebildkamera 7.000. Dazu Stiefel, Schutzplatten f\u00fcr Westen. Mein Konto ist oft im Minus.\u201c Beziehungsweise war es. Denn ihre Bank hat ihr am Vortag mitgeteilt, ihr Konto zu k\u00fcndigen und die Schufa zu benachrichtigen. Was sie tue, versto\u00dfe gegen die Regeln. Spenden einsammeln d\u00fcrften in Deutschland nur Stiftungen, aber nicht f\u00fcr milit\u00e4risch nutzbare Ausr\u00fcstung im gro\u00dfen Stil.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"973\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5059D-768x1024.jpg?resize=730%2C973&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-6284\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5059D.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5059D.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5059D.jpg?resize=1152%2C1536&amp;ssl=1 1152w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5059D.jpg?w=1536&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5059D.jpg?w=1460&amp;ssl=1 1460w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Khrystyna beim Durchsehen ihrer gesammelten Rechnungen<\/em> (Foto: Silvia Renauer)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p> Und jetzt? Die studierte Mathematikerin bleibt positiv, irgendwie gehe es schon weiter &#8211; dann muss das Geld eben auf anderen Konten eingehen. Sie verf\u00fcgt \u00fcber ein weit verzweigtes Netzwerk von Unterst\u00fctzern und Freunden, das sie sich in fast 10 Jahren aufgebaut hat, kennt seit Beginn des russischen Angriffskrieg auf die Ukraine alle Preisentwicklungen und die g\u00fcnstigsten H\u00e4ndler. <\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Aktivit\u00e4ten begannen mit den Studentenprotesten auf dem Maidan in Kyiv im Jahr 2014. Eine friedliche Revolution, die vom damaligen Machthaber Janukowitsch unter dem Einfluss Russlands blutig niedergeschlagen wurde. Damals arbeitet Khrystyna als Au Pair in Deutschland, ihr jetziger Mann studiert in Kiew. Freunde von ihnen werden geschlagen, ins Gef\u00e4ngnis gebracht. \u201eStudenten und selbstbewusste Leute, die sich einfach ein besseres Leben w\u00fcnschten und verstanden, dass das System nicht weiter funktionieren darf,\u201c erinnert sie sich aufgebracht. Schon damals beginnt sie mit Freunden Helme und Schutzwesten, Bundeswehrsachen zu suchen f\u00fcr die Studierenden in der Ukraine. \u201eDamals kostete eine Bundeswehrhelm aus Kevlar 30\u20ac. 2022 haben wir sie f\u00fcr 500\u20ac bekommen, Wahnsinn.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Jahre sp\u00e4ter erh\u00e4lt ihr Mann ein Visum, darf zu ihr nach M\u00fcnchen. \u201eWir wohnten \u00fcberall. In einer Bibliothek auf Matratzen, in einem Zimmer, schlie\u00dflich fanden wir eine kleine, dann eine gr\u00f6\u00dfere Wohnung. Da wurden wir Nachbarn von Familie Scholz.\u201c Oksana (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/magazin-neu.progeno.de\/index.php\/2022\/04\/29\/artikel-oksana\/\" target=\"_blank\">hier k\u00f6nnt Ihr mehr \u00fcber sie erfahren<\/a>) kannte sie da  bereits aus ihrer Studentenzeit. Es waren auch die Scholzens, die ihnen von der Progeno Genossenschaft erz\u00e4hlten. \u201eDas ist cool\u201c, h\u00e4tten sie gesagt, \u201emacht das auch!\u201c Khrystyna bedauert ein bisschen, dass sie sich neben Reinigungsarbeiten nicht noch mehr in der Genossenschaft einbringen kann, ihr Engagement f\u00fcr die ukrainische Heimat beansprucht sie stark. Aber: \u201eWir f\u00fchlen uns wohl. Wir sind sehr gl\u00fccklich hier!\u201c sagt sie, berichtet auch dankbar \u00fcber Hilfe von Mit-Genossinnen und Genossen. Besonders eines Nachbarn, Paul, der sie vor einem Jahr finanziell gro\u00dfz\u00fcgig unterst\u00fctzt hat.  Sowohl beim Aufbau eines Mutter-Kind-Clubs mit Kinderbetreuung als auch bei einem Integrations-und Deutschkurs, den ihre gute Freundin Anna f\u00fcr gefl\u00fcchtete M\u00fctter organisiert hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die dramatischen Ereignisse vor einem Jahr stellten das Leben von Khrystyna und ihrem Mann auf den Kopf. \u201eIch konnte nicht glauben, dass Putin wirklich die ganze Ukraine unter Feuer setzen w\u00fcrde. Ich dachte, okay, der Osten, aber doch nicht Kyiv, 600km entfernt oder meine Uni-Stadt Lemberg, das nur 100km von der polnischen Grenze liegt. Unsere St\u00e4dte wurden voll bombardiert im 21. Jahrhundert! Mit Raketen! Auf Leute, die dort einfach leben, so wie wir hier!\u201c Noch immer merkt man ihr die Fassungslosigkeit an. Nach dem ersten Schock beginnt sie zu handeln. Sie k\u00fcndigt in ihrer IT-Firma, setzt ein halbes Jahr aus, um Unterst\u00fctzung f\u00fcr ihre Heimat zu mobilisieren. \u201eMein Mann hat sehr mit mir geschimpft, weil ich immer am Handy hing. Acht Stunden am Tag. Vollzeit, unbezahlt.\u201c Inzwischen ist fast schon Routine in ihr Leben zwischen Bestellkartons und Rechnungen eingezogen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"548\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5102.jpg?resize=730%2C548&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-6285\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5102.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5102.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5102.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Manchmal sieht es aus wie im Logistik-Lager in Khrystynas Wohnzimmer <\/em>(Foto: Khrystyna Stotska)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Viele Prozesse seien fast schon automatisiert, gute Kontakte zu H\u00e4ndlern hergestellt. Nach wie vor treibt sie der Zeitdruck um. \u201eWir waren ein Jahr nicht im Urlaub. Jede einzelne Woche bin ich da und schicke die Sachen in die Ukraine. Es gab keine Woche, wo ich am Samstag oder Sonntag zuhause war.\u201c <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"990\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5115-755x1024.jpg?resize=730%2C990&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-6296\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5115.jpg?resize=755%2C1024&amp;ssl=1 755w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5115.jpg?resize=221%2C300&amp;ssl=1 221w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5115.jpg?resize=768%2C1042&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5115.jpg?w=1125&amp;ssl=1 1125w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Ein Leben zwischen Packen, Kartons, S\u00e4cken und Kisten: F\u00fcr Khrystinas T\u00f6chter Alltag. Manchmal helfen sie selbst beim Packen<\/em> (Foto: Khrystyna Stotska)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ihr Hauptkommunikationskanal ist Facebook. Dort melden sich die Soldaten, teilen mit, was gebraucht wird, dort ruft sie zu Spenden auf und ver\u00f6ffentlicht unter Nicknames get\u00e4tigte Spenden. Transparenz ist ihr wichtig, sie betont die Legalit\u00e4t ihrer Aktivit\u00e4ten, zu wichtig ist ihr, dass die Hilfe weitergeht. Denn f\u00fcr die K\u00e4mpfer kann jedes technische Hilfsmittel \u00fcber Leben und Tod entscheiden. Sie erz\u00e4hlt von den Wagner-Gruppen, die sich nachts bewaffnet bis an die Z\u00e4hne an die Standorte der Verteidiger heranpirschen, um sie zu t\u00f6ten. Die S\u00f6ldner seien wesentlich besser ausger\u00fcstet als die russischen Soldaten &#8211; und viele ukrainische Soldaten. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"973\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5062D-768x1024.jpg?resize=730%2C973&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-6287\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5062D.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5062D.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5062D.jpg?resize=1152%2C1536&amp;ssl=1 1152w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5062D.jpg?w=1536&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5062D.jpg?w=1460&amp;ssl=1 1460w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Nachtsichtger\u00e4te retten Leben in der Ukraine, sind aber auch sehr teuer <\/em>(Foto: Silvia Renauer)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Und so werde jedes Nachtsichtger\u00e4t, jede W\u00e4rmebildkamera, jede Schutzweste \u00fcberlebenswichtig. Khrystyna \u00f6ffnet die Fotos in ihrem Whatsapp-Stream, zeigt mir Bilder von Freunden, Verwandten, V\u00e4tern mit ihren Familien beim Wandern &#8211; die nicht mehr leben. Ein Bild von ihrem Onkel, im normalen Leben Schuldirektor mit Krawatte &#8211; jetzt in Camouflage mit  Maschinengewehr.<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"548\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5117-1024x768.jpg?resize=730%2C548&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-6288\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5117.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5117.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5117.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5117.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5117.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_5117.jpg?w=1460&amp;ssl=1 1460w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Dankbar f\u00fcr die milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung aus Deutschland: Ukrainische Soldaten <\/em>(Foto: Khrystyna Stotska)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Aktuell ihr gr\u00f6\u00dfter Wunsch: \u201eSchnelle Entscheidungen. Wir brauchen Waffen. Wir brauchen die Unterst\u00fctzung der Welt. Wenn wir genug Ausr\u00fcstung haben, dann schaffen wird das. Russland muss kapitulieren, weil es ein Terroristenland ist!\u201c Besonders entt\u00e4uscht ist sie von Russinnen und  Russen, auch aus dem eigenen Bekanntenkreis in Deutschland, die der Putin\u2019schen Propaganda aufsitzen. \u201eRussen, die seit 15 Jahren hier leben, teilweise deutsche P\u00e4sse haben, aber den ganzen Tag russisches Fernsehen sehen und sagen: Putin macht alles richtig. Die m\u00f6chte ich fragen: Was machst du dann in  einem NATO-Land?\u201c<br><br>Doch f\u00fcr Gr\u00fcbeln ist keine Zeit. L\u00e4ngst gehen neue Anfragen auf dem Handy ein. Und an der T\u00fcr  klingelt Freundin Anna, die auch zwei kleine M\u00e4dels hat um mit ihr zum Sammelpunkt f\u00fcr das Equipment zu fahren. Jede Minute z\u00e4hlt. Und Khrystyna ist froh, dass sie nicht alleine ist. \u201eWir schaffen das\u201c, sagt sie mit fester Stimme.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hier noch Fotos, die eine Geschichte in sich erz\u00e4hlen:<\/strong><br>\u201eDas Nachtsichtger\u00e4t, dass ich w\u00e4hrend unseres Interviews in der Hand gehalten habe, ist bei Vitali im Einsatzgebiet angekommen \u2026 Eine gute Ausr\u00fcstung ist wichtig im t\u00e4glichen \u00dcberlebenskampf an der Front \u2026 im zivilen Leben Vater von zwei Kindern.\u201c <em>(Fotos: Vitali B.)<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"973\" data-id=\"6290\" 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