{"id":6141,"date":"2023-05-17T15:56:00","date_gmt":"2023-05-17T13:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/magazin.progeno.de\/?p=6141"},"modified":"2023-05-17T21:47:28","modified_gmt":"2023-05-17T19:47:28","slug":"miteinander-wohnen-nicht-nebeneinander","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/2023\/05\/17\/miteinander-wohnen-nicht-nebeneinander\/","title":{"rendered":"&#8222;Miteinander wohnen, nicht nebeneinander!&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine Verabredung zu einem generationen\u00fcbergreifenden Gespr\u00e4ch<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Diesmal ist Claudia Hautkappe zu Gast bei Viktoria Berova und Thomas Crusciel auf WA4 Mitte \/ 2. Stock; Joanna Crusciel, die Mutter, wohnt auf WA9 Nord \u2013 auch im 2. Stock. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Gerade sind die Freunde aus Magdeburg abgereist, und ich bekam noch eine Wohnungsf\u00fchrung. Nach ein bisschen Techniktests, dr\u00fccken wir endlich den Aufnahmeknopf: Ihr Lieben, wir legen jetzt einfach los. Die Frage war: Gab es Synergien, weil ihr fast gleichzeitig in zwei verschiedene Wohnungen \u2013 wenn auch in Laufn\u00e4he \u2013 gezogen seid? Oder war das eher stressig, weil ihr \u2013 Thomas und Joanna \u2013 in der gleichen Wohnung gelebt habt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas: <\/strong>Unsere Wohnbl\u00f6cke wurden zu unterschiedlichen Zeiten fertig. Das war auf jeden Fall sehr gut f\u00fcr mich. Dadurch konnte ich mehr oder weniger stressfrei jedes Wochenende ein paar Sachen aus der Wohnung nehmen und in die neue Wohnung tragen. Und in der Planungsphase war es praktisch, dass wir uns aufteilen konnten zu den Baugruppentreffen. Die Pl\u00e4ne dagegen \u00fcberpr\u00fcften wir gemeinsam. Da sind dann auch Sachen aufgefallen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktoriya: <\/strong>Vorteilhaft war, dass Joanna ein bisschen fr\u00fcher (der Progeno) beigetreten ist als wir. Sie wusste dann schon alles, was die Dokumente betrifft, wie man sie ausf\u00fcllen, was man abgeben muss. Damit hat sie uns geholfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas:<\/strong> Aber die Pl\u00e4ne &#8211; ich glaube, meine Mutter war mit den Pl\u00e4nen manchmal \u00fcberfordert. Da konnten wir Sachen erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna:<\/strong> Ganz am Anfang mit all diesen Formularen zur Beantragung des Kredits \u2013 da wusste ich schon Bescheid und konnte den Kindern helfen. Aber sp\u00e4ter mit dem Plan meiner Wohnung \u2013 ich habe da nicht so ein Vorstellungsverm\u00f6gen \u2013 da hat mir Viktoriya geholfen, den besser zu verstehen. Und diesen zeitlichen Versatz fand ich auch gut, denn gleichzeitig w\u00e4re das eine Katastrophe geworden. Das war schon eh sehr stressig, weil irgendwie alle in unseren Familien gerade im Umzug waren. Deine Mutter Juli, Viktoriya, dann Alexander, mein \u00e4lterer Sohn, der ist auch im Dezember umgezogen. Thomas und ich waren richtig fix und fertig. Gut fand ich, als wir hier schon alle wohnten, dass immer jemand da war, um zu helfen, wegen der kurzen Wege. Die drei Monate, in denen ich noch drau\u00dfen gewohnt habe, fand ich pers\u00f6nlich anstrengend. Ich war es gewohnt, dass Thomas da war und spontan helfen konnte. Und als er dann nicht mehr bei mir wohnte, musste man koordinieren und Termine ausmachen. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Also ist es gut, dass ihr jetzt doch nur ein paar Hundert Meter auseinander wohnt<\/em>?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna:<\/strong> Ja, ja, da f\u00fchle ich mich ein bisschen ruhiger und entspannter. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"548\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image0-11-1024x768.jpeg?resize=730%2C548&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-6148\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image0-11-scaled.jpeg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image0-11-scaled.jpeg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image0-11-scaled.jpeg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image0-11-scaled.jpeg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image0-11-scaled.jpeg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image0-11-scaled.jpeg?w=1460&amp;ssl=1 1460w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image0-11-scaled.jpeg?w=2190&amp;ssl=1 2190w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Was ich grunds\u00e4tzlich fragen wollte: Wo kommt ihr her, was macht ihr beruflich?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktoriya: <\/strong>Okay, ich fange mal an: Ich bin in der Ukraine geboren. Mit drei Jahren bin ich mit meiner Familie nach M\u00fcnchen gezogen, und im M\u00fcnchner Norden aufgewachsen. Ich habe  Chemie-Ingenieurwesen an der TUM studiert und schreibe derzeit eine Doktor arbeit. Ich arbeite bei einem Unternehmen, dass Brennstoffzellensysteme herstellt und entwickle dort Katalysatoren f\u00fcr Brennstoff zellen. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Und du, Thomas?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas: <\/strong>Also ich bin in M\u00fcnchen geboren. Die Eltern sind in den 90er Jahren oder in den 80er Jahren aus Polen\u2026 <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna: <\/strong>Hm, 90er? Ne, 80er! <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas: <\/strong>Danke f\u00fcr die Wiederholungung! <em>(Lachen) <\/em>Ich bin also nach Deutschland gekommen, bin hier in M\u00fcnchen zur Schule gegangen und habe dann hier Bioprozesstechnik studiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktoriya:<\/strong> Wir waren an derselben Uni. Aber er war ein paar Jahrg\u00e4nge \u00fcber mir.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas: <\/strong>Ich bin jetzt in der Pharmabranche gelandet und stelle Antik\u00f6rper her mit genetisch modifizierten Zellen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Hat das was zu tun mit CRISPR oder mRNA?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas: <\/strong>Auch, das sind auch Arzneimittel, die bio technologisch hergestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Toll, ihr habt ja beide sehr zukunftsweisende Berufe! Jetzt zu dir, Joanna!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna: <\/strong>Ich bin in Polen geboren und mit 21 nach Deutschland gekommen \u2013 also in den 80ern \u2013 noch vor der Wende. In Polen habe ich P\u00e4dagogik studiert. Leider hat man das in Deutschland nicht anerkannt. Ich habe dann eine Umschulung zur Datenverarbeitungskauffrau gemacht und arbeite seitdem bei einem Unternehmen, das Erwachsene schult, also Fortbildungen, Umschulungen und solche Sachen. Ich habe zwei S\u00f6hne, Alexander und Thomas, und bin seit sieben Monaten Oma!<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ach ja, stimmt \u2013 letzthin hast du davon erz\u00e4hlt, wie begeistert du bist. <\/em><br><em>Was m\u00f6gt ihr sonst noch? Was bringt ihr mit?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktoriya:<\/strong> Meine gro\u00dfe Leidenschaft ist das Tanzen. Ich habe fr\u00fcher viel Ballett getanzt, habe auch andere Tanzarten gern. Ich mache auch viel Sport, bin sehr aktiv in Yoga, Pilates\u2026 Ab und zu gehen wir in der Boulderhalle klettern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas: <\/strong>Wir haben ja \u00e4hnliche Hobbys, Sport usw. Wir versuchen, uns \u00f6fter mal mit Freunden zu treffen. Das Problem ist tats\u00e4chlich die Zeit. Ich arbeite nicht in M\u00fcnchen, sondern in Biberach. Da habe ich auch eine zweite kleine Wohnung \u2013 bin also unter der Woche eigentlich nicht hier. Deswegen sind die Wochenenden immer zu kurz, weil man dann viele Sachen plant und irgendwie bleibt keine Zeit, sich dann bei der Progeno so richtig zu involvieren. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Was hei\u00dft momentan \u2013 \u00e4ndert sich das absehbar? Bewirbst du dich?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas:<\/strong> Genau, ich bin schon auf der Suche, bewerbe mich bei Arbeitgebern hier in M\u00fcnchen. Schauen wir mal, wann es klappt. Das ist auf jeden Fall Prio 1 bei mir. Hm, was bringe ich mit?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktoriya:<\/strong> Auf jeden Fall ein gutes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Fahrr\u00e4der. Thomas schraubt sehr gerne an Fahrr\u00e4dern rum und interessiert sich f\u00fcr die Shared Fahrr\u00e4der.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas:<\/strong> Ich bin auch mitverantwortlich f\u00fcr unsere Leih-E-Bikes.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Habt ihr ein Auto?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas:<\/strong> Ja, das sharen wir.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Zu dritt? Dann habt ihr sicher einen Stellplatz \u2013 seid also quasi wunschlos gl\u00fccklich. (Lachen)<br>Habt ihr dar\u00fcber hinaus Ideen oder W\u00fcnsche, was ihr bei der Progeno einbringen k\u00f6nntet ?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna:<\/strong> Also, ja, von meinen Hobbys steht auch Tanzen tats\u00e4chlich an erster Stelle. Ich habe Ballett getanzt, in Polen, als ich noch sehr jung war. Grunds\u00e4tzlich tanze ich zweimal in der Woche Standard in einer Tanzschule und am Wochenende bin ich auf Tanzpartys. Das macht mir richtig Spa\u00df \u2013 da kann ich mich gut auspowern! Dann interessiert mich noch Lesen, Fahrradfahren, Freunde treffen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wo ich euch so h\u00f6re: Hat eine von euch dar\u00fcber nach gedacht, eine Gruppe zu gr\u00fcnden?  Oder gibt es da schon irgendwas? Yoga, Pilates, Freier Tanz, Linedance?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna: <\/strong>Bei der GWG soll Pilates und Yoga angeboten werden. Meine Hoffnung ist das Kulturzentrum, das gerade entsteht &#8211; mit hoffentlich Tanzpartys und einer Tanzschule. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Es gibt hier ja auch den Quartiersgarten. Wart ihr da schon mal? Die suchen immer auch \u00bbPaten\u00ab, die zum Beispiel im Sommer gie\u00dfen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna:<\/strong> Ja, das gibt es hier bei der Progeno auch, also ein St\u00fcck Erde, das unter den Leuten, die das machen m\u00f6chten, aufgeteilt wird, also f\u00fcr jeden eine Art Parzelle.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"548\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin-neu.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image1-2-1024x768.jpeg?resize=730%2C548&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-6149\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image1-2-scaled.jpeg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image1-2-scaled.jpeg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image1-2-scaled.jpeg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image1-2-scaled.jpeg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image1-2-scaled.jpeg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image1-2-scaled.jpeg?w=1460&amp;ssl=1 1460w, https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image1-2-scaled.jpeg?w=2190&amp;ssl=1 2190w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Habt ihr schon eine Vision, wie das Leben in Zukunft hier mal ausschauen k\u00f6nnte, wenn dann alles funktioniert?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktoriya:<\/strong> Meine Zukunftversion ist, mit der Ubahn in die Arbeit zu fahren und nach der Arbeit einen Yoga- oder Tanzkurs f\u00fcr Fortgeschrittene im Gemeinschaftsraum zu machen. Am Wochenende vielleicht bei schlechtem Wetter im Atelier gemeinsam mit Nachbarn an seinem Kunstwerk arbeiten und bei gutem Wetter oben auf der Gemeinschaftsterrasse mit den Nachbarn chillen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna:<\/strong> Ja, da schlie\u00dfe ich mich an. Ich kann mir auch gut vorstellen, mal so ins Atelier zu gehen, sich mit Leuten zu verabreden, die gerne malen oder so &#8211; einfach dass man sich dort trifft,  gemeinsam Zeit verbringt und w\u00e4hrenddessen an seinem Kunstwerk arbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas: <\/strong>Was das Leben hier in Freiham bei der Progeno betrifft &#8211; ich finde zum Beispiel sch\u00f6n, dass man, wenn man irgendwelche Probleme hat, \u00fcber unsere Kommunikationswege gleich sein Anliegen mitteilen kann. Und dann melden sich die Leute auch gleich und sind bereit, dir zu helfen. Wir hatten zum Beispiel Fragen zur Montage unseres Waschenbecken-Unterschranks. Ich habe das in Rocketchat und an Leute aus dem AK Werkstatt geschrieben und innerhalb von zehn, zwanzig Minuten stand ich im Bad mit drei Nachbarn und wir haben diskutiert &#8211; das hat mir sehr geholfen und das fand ich super!<\/p>\n\n\n\n<p><em>In welchen AK&#8217;s seid ihr engagiert?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktoriya:<\/strong> Ich mache derzeit beim AK Co-Working mit. Leider habe ich momentan nicht viel Zeit, hoffe aber, das ich nach meiner Doktorarbeit voraussichtlich Ende des Jahres mehr Kapazit\u00e4ten haben werde. Dann k\u00f6nnte ich mir vorstellen, auch noch beim AK Kreativit\u00e4t mitzumachen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna: <\/strong>Ich bin im AK Au\u00dfenanlagen &#8211; ich arbeite gerne mit Erde -, aber momentan beschr\u00e4nkt sich unsere Arbeit vor allem darauf, herum liegenden M\u00fcll einzusammeln, bis die Gartenarbeiten abgeschlossen sind. Da arbeiten jetzt mittlerweile zehn Personen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Das Thema Kommunikationswege interessiert mich noch, weil es ist ja zwischen meiner Generation der Babyboomer und euch Jungen Unterschiede gibt. Was ist f\u00fcr euch einfach?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna: <\/strong>Ich benutze zum Beispiel wahnsinnig gerne die Chat-Nachrichten. Wir haben in anderen Gruppen zum Beispiel auch Signal .<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas: <\/strong>Wir haben Rocket-Chat, das ist so ein bisschen wie WhatsApp und einfacher als Confluence \u2013 da lese ich nur. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Was ist mit der M\u00f6glichkeit, dem Nachbarn einen Zettel einzuwerfen, oder gibt es so etwas wie ein schwarzes Brett?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna: <\/strong>In WA9 haben wir sowas &#8211; da kann man was aush\u00e4ngen. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Ist das eine gute Option?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktoriya:<\/strong>  Ja, ich gucke da schon drauf, aber ich schaue auch tats\u00e4chlich jeden Tag im Rocket-Chat, was es da Neues gibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna: <\/strong> Das habe ich mir auch schon angew\u00f6hnt, weil da jeden Tag was Neues ist.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Apropos Neues: Was findet ihr hier \u00fcberraschend, ungewohnt oder anstrengend?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna:<\/strong> Die S-Bahn ist so was von anstrengend, es gibt viele St\u00f6rungen, Ausf\u00e4lle, einfach Unplanbarkeit, Unzuverl\u00e4ssigkeit. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktoriya:<\/strong> Ja, das ist so. Wenn es kalt ist, pfeift es derma\u00dfe auf dem Bahnsteig, und wenn du Pech hast und der Zug ausgefallen ist, dann stehst du wie ein Depp 20 Minuten. Ich finde das unertr\u00e4glich.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Was ist noch schwierig au\u00dfer derAnbindung hier? Was ist mit Gesch\u00e4ften?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktoriya:<\/strong> Das ist auch schwierig. Der Lidl an der S-Bahn Freiham ist am Abend immer leer gekauft.   Hier hast du gar nichts in Laufn\u00e4he. Da muss man eigentlich immer Fahrrad fahren oder mit dem Auto einkaufen gehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas: <\/strong>Aber was ganz cool ist: Es hat hier zwei H\u00e4user weiter ein italienisches Caf\u00e9 mit Eis und Pizza auf gemacht. Da sind wir wirklich happy \u2013 in Laufn\u00e4he etwas zu haben, wohin wir zum Trinken oder zum Essen gehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna: <\/strong>Was ich ganz gut finde, ist, dass es sowohl in Aubing als auch in Freiham Superm\u00e4rkte gibt, denn so kann man nach der Arbeit auf dem Heimweg noch was einkaufen. Aber ein bisschen mehr Angebot w\u00e4re schon besser. Das ver\u00e4ndert sich hoffentlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktoriya:<\/strong> Es ist ja schon in Planung, was wir uns f\u00fcr die Zukunft vorstellen: Gen\u00fcgend Einkaufsm\u00f6glichkeiten im Quartier. Ich glaube, wir brauchen zwei, drei Jahre Geduld!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas:<\/strong> Vielleicht sollten wir das Arztthema auch noch ansprechen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktoriya:<\/strong> Stimmt! Bei \u00c4rzten kriegt man hier in Aubing gar keine Termine mehr. Als ich krank war, wurde ich von allen \u00c4rzten weiter geschickt\u2026 Die haben gesagt, sie nehmen keine neuen Patienten mehr auf. Und dann hab ich au\u00dferhalb von M\u00fcnchen suchen m\u00fcssen. Und zwar in Germering.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Aber eigentlich h\u00e4ttet ihr ein Auto. Und es gibt ja auch Carsharing., oder?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktoriya:<\/strong> Ja stimmt, ich k\u00f6nnte dann mit dem Stattauto fahren. Bei uns in der Tiefgarage gibt es zwei Stattautos. Ich hoffe, dass sie auch bleiben &#8211; das h\u00e4ngt bestimmt von der Nutzung ab.  Deswegen hoffe ich, dass wir Genossen es viel verwenden. Aber das wird ja nicht nur von uns Genossen verwendet, sondern auch von anderen Anwohnern. Nur wohnen im Moment noch nicht viele hier.  Die Stadt M\u00fcnchen wollte ja eine autoberuhigte Nachbarschaft bauen &#8211; da ist Sharing ein sehr wichtiger Konzept-Baustein.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Habt ihr hier schon Menschen kennen gelernt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas: <\/strong>Auf jeden Fall!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna:<\/strong> Ja, allerdings vorallem welche von der Progeno \u2013 also Nachbarn; aber auch noch von der Arbeit   Kolleginnen, die in der N\u00e4he wohnen; wir werden uns mal treffen, wenn es w\u00e4rmer ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viktoriya:<\/strong> Ja, grunds\u00e4tzlich sind die Nachbarn alle voll nett. Ich kann mir vorstellen, irgendwie mit allen mal etwas zu machen. Ich finde dieses Konzept ganz cool, dass man sich kennt und dass sehr viel drauf Wert gelegt wird, dass man miteinander wohnt, nicht nebeneinander!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joanna:  <\/strong>Beim gemeinschaftlichen Arbeiten kann kann man sich bestimmt besser kennen lernen. Ich finde auch, dass ich super nette Nachbarn habe. Und das ist echt wichtig!<\/p>\n\n\n\n<p><em>Sch\u00f6nes Schlusswort! Ich danke euch f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/magazin-neu.progeno.de\/index.php\/redaktionsteam\/\">Claudia Hautkappe<\/a> | Fotos: Sara Savioni<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Verabredung zu einem generationen\u00fcbergreifenden Gespr\u00e4ch Diesmal ist Claudia Hautkappe zu Gast bei Viktoria Berova&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":6149,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"ngg_post_thumbnail":0,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[3],"tags":[503,441,17,485,486,23,544,484,502,478,543,542],"class_list":["post-6141","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-leute-und-leben","tag-ankommen","tag-ausgabe-6","tag-freiham","tag-hobbys","tag-international","tag-interview","tag-joanna-crusciel","tag-mehrere-generationen","tag-nachbarn","tag-tanzen","tag-thomas-crusciel","tag-viktoria-berova"],"acf":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/image1-2-scaled.jpeg?fit=2560%2C1920&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6141"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6141\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6469,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6141\/revisions\/6469"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6149"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}