{"id":677,"date":"2020-09-10T10:00:25","date_gmt":"2020-09-10T08:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.gmacht-in-muenchen.de\/?p=677"},"modified":"2021-03-20T14:13:26","modified_gmt":"2021-03-20T12:13:26","slug":"interview-mit-elfriede-rankl-muskinja-und-miro-muskinja","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/2020\/09\/10\/interview-mit-elfriede-rankl-muskinja-und-miro-muskinja\/","title":{"rendered":"Geduldige Freiham-Siedler der ersten Stunde"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Interview mit Elfriede und Miro<\/h4>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><strong>Bereits 2017 hatten Elfriede und Miro den ersten Kontakt zur Progeno. Sie beschreiben den langen Weg, den sie geduldig mitgegangen sind. Sie erz\u00e4hlen, warum trotz der langen Stecke die Progeno eG f\u00fcr sie die richtige Wahl war.<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" height=\"461\" width=\"730\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gmacht-in-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Elfriede-und-Miro-1024x646.jpg?resize=730%2C461&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-678\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Ihr seid mit die Ersten gewesen, die sich f\u00fcr Freiham interessiert haben. Wie ist das damals zustande gekommen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Elfriede: Ich habe eine Wohnung gesucht, und da habe ich im Internet geschaut. Ich entdeckte dort Progeno, aber mit dem Projekt Prinz-Eugen-Park. Sie waren interessiert, auch neue Mitbewohner f\u00fcr Freiham zu finden. Aber es gab kein Grundst\u00fcck, es war nur angedacht, in Freiham Wohnungen zu bauen und die Genossenschaft zu erweitern.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wann war dann der erste Kontakt, wo man zusammengekommen ist?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Elfriede: Wir hatten uns \u00fcber das Internet angemeldet. Dann haben wir erst mal nichts mehr davon geh\u00f6rt. Dann wurde 2017 zu einer Infoveranstaltung eingeladen, an der f\u00fcnf Personen teilgenommen haben. Wir waren etwas verwundert, wieso nur f\u00fcnf Leute? Das war irgendwie komisch. Aber der Philipp (Terhorst) hat sich tapfer gehalten und dar\u00fcber gesprochen, was Progeno in Freiham so vor hat. Wir haben uns dann alle vorgestellt. Dabei waren Christine, unsere K\u00fcnstlerin, sowie eine \u00e4ltere Dame, Miro, ich und noch ein Herr.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wo habt Ihr Euch damals zum ersten Mal getroffen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Elfriede: In dem Apotheken-Seminarraum, wo auch sp\u00e4ter die Baugruppen-Treffen stattfanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Miro: Da war die Felizitas (Mussenbrock-Strau\u00df) doch auch dabei.<\/p>\n\n\n\n<p>Elfriede: Ja, sie war auch dabei und der Planer, der f\u00fcr den Gartenbau zust\u00e4ndig ist. Die Felizitas hat damals gemerkt, dass ich gar nicht so gro\u00df \u00fcber genossenschaftliches Wohnen und das ganze Prozedere, wie man sich anmeldet etc., Bescheid wei\u00df. Dann hat sie mir gesagt, dass sie mir Infomaterial per Mail zuschicken wird, was sie auch im Januar 2018 gemacht hat. Das war so viel, dass ich damit bis heute noch besch\u00e4ftigt bin.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wann wurde es dann konkreter?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte aber den Kontakt zu Felizitas aufrecht gehalten. Sie hat mir dann mitgeteilt, dass es sich verz\u00f6gert, weil es Probleme mit den Baugrundst\u00fccken in Freiham gibt. Trotzdem hatten wir uns entschieden, Mitglieder zu werden und das auch mitgeteilt. Felizitas hat dann geantwortet, dass wir keine Mitglieder werden k\u00f6nnen, weil sie keine Wohnung f\u00fcr uns hat. Ein Jahr lang war dann gar nichts, bis dann wieder eine Veranstaltung war. Aber es stockte weiter wegen der Grundst\u00fcckspreise.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Richtig, die Grundst\u00fcckspreise waren den beteiligten Bautr\u00e4gern damals zu hoch , und es musste nachverhandelt werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Miro: Aber f\u00fcr Progeno haben wir uns deswegen entschieden, weil wir auf einer Veranstaltung der Wogeno waren. Da haben wir uns das angeh\u00f6rt. Die Leute, die das erkl\u00e4rt haben, was sie vorhaben, und wie sie das machen wollen \u2013 kurz gesagt: Die Art und Weise, wie sie das erz\u00e4hlt haben, hat mir einfach nicht gefallen. W\u00e4hrend die Veranstaltung, in der Philipp uns das erkl\u00e4rt hat, herzlicher und vertrauensvoller war. Da haben wir beschlossen, wenn wir so etwas machen, dann bei Progeno.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Bei den Veranstaltungen mit Progeno war das alles herzlicher und vertrauensvoller&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Elfriede: Man merkte das auch bei Felizitas. Die geht einfach auf die Leute zu. Und sie kann die Leute einordnen, wer was braucht, und wem sie irgendwie helfen kann. Sie ist der Part in der Genossenschaft, der im Hintergrund wirkt, aber auf uns so gewirkt hat, das sie das meiste macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Miro: Damals hat sie die ganze Administration gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Elfriede: Wir hatten einfach das Gef\u00fchl, bei der sind wir gut aufgehoben.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Dann ging es wohl doch weiter, als die Grundst\u00fcckspreise endlich gekl\u00e4rt waren?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Elfriede: Erfahren habe ich das eigentlich \u00fcber den M\u00fcnchner Merkur, dass die Stadt eingelenkt hat. Dann erst kamen die Einladungen zu den Baugruppentreffen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ihr habt Euch dann ja f\u00fcr eine konkrete Wohnung beworben. Habt Ihr die Wunschwohnung bekommen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Miro: Ja, die haben wir gekriegt. Urspr\u00fcnglich wollten wir eine Parterrewohnung im Baufeld WA4 haben, wegen unseres behinderten Sohnes Maximilian. Dann ist die Wohnung eine Rollstuhlfahrer-Wohnung geworden. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Nach der langen Wartezeit hoffen wir jetzt, dass jetzt endlich mit dem Bau begonnen wird. Wir wollen bis sp\u00e4testens Mitte 2022 einziehen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Nachdem der Maximilian nicht bei uns mit einzieht, haben wir gesagt, dass wir diese Wohnung nicht bekommen k\u00f6nnen. Dann gehen wir ganz rauf in den vierten Stock. Nach der langen Wartezeit hoffen wir jetzt, dass bald mit dem Bau begonnen wird. Wir wollen bis sp\u00e4testens Mitte 2022  einziehen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wenn Ihr jetzt zur\u00fcckdenkt, warum wolltet Ihr in eine Genossenschaft rein?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Elfriede: Der Wohnungsmarkt in M\u00fcnchen gibt nichts anderes her.<\/p>\n\n\n\n<p>Miro: Die Genossenschaft ist die einzige bezahlbare M\u00f6glichkeit f\u00fcr Normalb\u00fcrger, in M\u00fcnchen auf Dauer eine Wohnung zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Elfriede: Meine Tochter hat eine Eigentumswohnung, aber das ist totes Kapital. Da freuen sich nur die Erben.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Nochmal zur\u00fcck zu Maximilian, weil der ja im Rollstuhl sitzt. Ihr hattet gesagt, wir brauchen keine behindertengerechte Wohnung, wenn er zu Besuch kommt. Bei der Wohnung, die ihr bekommen habt, passt das dann?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Elfriede: Ja. Da war f\u00fcr uns auch noch ausschlaggebend, dass ein behindertes Kind auch mal am Wochenende zu Besuch kommt. Dazu muss man das Ganze irgendwie anpassen, dass man es zu Besuch \u00fcber Nacht da behalten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Miro: Wichtig ist, dass die Wohnungen barrierefrei sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Elfriede: Da hatten wird beim ersten Gespr\u00e4ch 2017 schon nachgefragt, ob das gew\u00e4hrleistet w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Was Euch betrifft, passt es f\u00fcr Euch?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Elfriede: Gut, die B\u00e4der h\u00e4tten schon noch etwas gr\u00f6\u00dfer sein k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Miro: Ideal ist auch die Lage in M\u00fcnchen. Von Freiham ist man schnell in der Innenstadt, was im Osten oder Norden so nicht gegeben ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Elfriede: Und auch in den Ausflugsgebieten, wie Ammersee oder Starnberger See.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" height=\"490\" width=\"730\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gmacht-in-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Elfriede-une-Miro-1024x688.jpg?resize=730%2C490&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-679\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Etwas zum pers\u00f6nlichen Hintergrund. Ihr seid oft und gerne in Kroatien. Miro, Du bist ja Kroate.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Miro: Ich bin seit 1971 in M\u00fcnchen. Damals haben wir noch Jugoslawien gehabt. Viele von meinen Spezl&#8217;n haben damals nicht zum Milit\u00e4r gewollt und sind nach Deutschland gegangen. Ich habe noch den Milit\u00e4rdienst gemacht, dann bin ich hier her gekommen. Ich habe immer noch einen kroatischen Pass. Ich werde nie richtiger Deutscher und bleibe ein echter Kroate.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Was hat Dich dann nach M\u00fcnchen verschlagen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Miro: Mein Vater war von 1962 bis 1964 in M\u00fcnchen. Meine Eltern haben sich scheiden lassen, er musste wieder zur\u00fcck. 1968 ist er wieder nach M\u00fcnchen und der \u00e4ltere Bruder ist mitgekommen. Ich bin dann drei Jahre sp\u00e4ter nachgekommen. Habe dann hier meine Lehre gemacht, sp\u00e4ter dann die Meisterpr\u00fcfung. F\u00fcr mich ist ganz wichtig: Ich f\u00fchle mich in M\u00fcnchen zuhause. Ich will nie aus M\u00fcnchen weg.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Darf man noch fragen, wie Ihr zusammen gekommen seid?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Miro: Elfriede hat in Kroatien Urlaub gemacht, und ich habe auch Urlaub gemacht. Da haben wir uns kennen gelernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Elfriede: Ich war frisch geschieden und dann ist es passiert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Seid Ihr dann bald zusammen gezogen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Miro: Ein bisschen sp\u00e4ter! (<em>beide lachen<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wie lang seid Ihr jetzt schon zusammen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Miro: Unser Sohn Maximilian wird jetzt 35. Dazu kommen noch zwei Jahre vorher dazu.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/magazin-neu.progeno.de\/index.php\/redaktionsteam\/\" data-type=\"page\" data-id=\"811\">Interview und Fotos: Robert Allmeier und Renate Langwieder<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sprechen mit unserem Progeno-Mitglied Nik Gradl, der f\u00fcr die SPD im M\u00fcnchner Stadtrat sitzt, wie bezahlbarer Wohnraum machbar ist, wie die Verkehrswende in M\u00fcnchen funktionieren k\u00f6nnte, aber auch \u00fcber Privates: Zum Beispiel, dass sehr viele M\u00fcnchnerinnen und M\u00fcnchner Apps auf ihrem Smartphone nutzen, die von ihm entwickelt wurden.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":678,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"ngg_post_thumbnail":0,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[3],"tags":[104,14,18,23,32],"class_list":["post-677","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-leute-und-leben","tag-ausgabe-1","tag-elfriede-rankl-muskinja","tag-freiham-siedler","tag-interview","tag-miro-muskinja"],"acf":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/magazin.progeno.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Elfriede-und-Miro-scaled-1.jpg?fit=2560%2C1614&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/677","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=677"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/677\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1249,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/677\/revisions\/1249"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/678"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=677"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=677"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/magazin.progeno.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=677"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}