Seit vier Wochen ist er offiziell in Betrieb.
Wenn man unsere drei Bewohner – Pumuckl, Meister Eder und Ellis – heute dabei beobachtet, wie sie zufrieden mümmeln und ihre Runden drehen, würde man kaum vermuten, wie viel Arbeit, Planung und Engagement hinter diesem Projekt
“ Kaninchenstall“ stecken.
Alles begann mit sechs Familien, die von der Idee eines Kaninchenstalls begeistert waren. Zunächst galt es, die Zustimmung des Vorstands einzuholen. Anschließend wurde die gesamte Bewohnerschaft über das Initiative Board einbezogen. Nach angeregten Diskussionen sprach sich beim Bewohnertreffen eine deutliche Mehrheit für das Vorhaben aus. Damit war der Grundstein gelegt – die Planung konnte beginnen.
Dann ging es an die eigentliche Organisation – und die hatte es in sich. Bauantrag stellen, eine Architektenplanung einholen und auf die offizielle Genehmigung warten. Also alles ganz hochoffiziell, wie sich das eben gehört. Für einen Kaninchenstall. Rückblickend müssen wir selbst ein wenig darüber schmunzeln.


Parallel dazu wurde Material organisiert. Vieles davon konnten wir dank großzügiger Sachspenden regionaler Unternehmen und Projektpartner der Progeno kostenlos beziehen. Dadurch wurde das Projekt überhaupt erst bezahlbar. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken – insbesondere bei:
- Geiger – für das Bauholz.
- Adler Farben – für die komplette Fassadenfarbe, damit der Stall am Ende genauso aussieht wie unsere Wohngebäude.
- Würth – für einen Großteil der Schrauben. Denn eines ist klar: Es geht nichts über g’scheide Schrauben.
- KRAFT Baustoffe – für die Dacheindeckung.
- BB-Berga – für die Pfostenträger.
- Hornbach – für einen Teil der Pflastersteine.
Dann begann wohl der spannendste Teil des Projekts: das gemeinsame Bauen. Und das Schöne daran: Es haben nicht nur die sechs Familien mitgeschraubt, sondern auch einige Bewohnerinnen und Bewohner mit angepackt.
Zunächst entstanden das Fundament und die Pflasterfläche. Anschließend wurde der eigentliche Holzbau errichtet. Bretter und Balken wurden lasiert, gestrichen und zugeschnitten, bevor alles in Holzständerbauweise sorgfältig verschraubt wurde. Den Abschluss bildete schließlich das Dach.



Ganz nebenbei wurde der Stall optisch an unsere Wohngebäude angepasst. So fügt er sich harmonisch in das Gesamtbild ein und wirkt nicht wie ein Fremdkörper. Als der Rohbau schließlich weitgehend fertig war, durfte natürlich auch ein kleines Richtfest nicht fehlen – das hatten sich alle Beteiligten redlich verdient.





Kurz nach Pfingsten war es dann endlich so weit: Unsere Kaninchen zogen ein und fühlten sich vom ersten Tag an sichtlich wohl. Die erste Bewährungsprobe ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Eine Hitzewelle mit Temperaturen von deutlich über 30 °C stellte Mensch und Tier vor Herausforderungen. Da Kaninchen aufgrund ihrer fehlenden Schweißdrüsen ihre Körpertemperatur nur schlecht regulieren können und Temperaturen über 25 °C bereits problematisch werden, mussten wir kurzfristig nachrüsten. Ventilator und Kühlplatten gehören inzwischen zur Standardausstattung. Zum Glück haben unsere Langohren die heißen Tage gut überstanden.
Heute ist der Kaninchenstall nicht nur ein Zuhause für Pumuckl, Meister Eder und Ellis. Er ist auch ein sichtbares Zeichen dafür, was entstehen kann, wenn Menschen gemeinsam an einer Idee arbeiten, sich gegenseitig unterstützen und ihre Zeit und ihr Können einbringen.



Ganz im Sinne des Progeno-Mottos „Wohnen gemeinsam gestalten“ bereichert der Kaninchenstall heute unsere Hausgemeinschaft.
Die Kaninchen fühlen sich sichtlich wohl, und unsere Kinder haben große Freude an ihren tierischen Mitbewohnern.
Das Team vom Kaninchenstall: Die Familien Bodensohn, Borowski, Herburger, Naumann, Pangerl und Weigl.
