Sommerbilanz: Neubau, Netzwerk, neue Gesichter
An dieser Stelle setzen wir unsere Berichte über aktuelle Themen unserer Genossenschaft fort. Hier findet ihr wichtige Informationen aus unseren laufenden Projekten sowie Neuigkeiten und Entscheidungen aus den Gremien Vorstand und Aufsichtsrat, die das Leben unserer Genossenschaft prägen.
Aus der Progeno-Mitgliedschaft:
Mitte Juni fand unsere jährliche Mitgliederversammlung statt. Da in diesem Jahr keine Wahlen anstanden, blieb ausreichend Zeit für den Bericht des Vorstands: Vorgestellt wurde die Weiterentwicklung der Genossenschaft entlang eines gemeinsamen Zielbildes für Neubau, Bestand und das soziale Haus. Dabei wurde auch deutlich, dass sich unsere Organisationsstruktur als lebendiges Netzwerk kontinuierlich weiterentwickelt – unter anderem durch die stetige Stärkung unserer Selbstverwaltung und die Erweiterung des Progeno-Teams durch Laura Pauli. Außerdem berichtete der Vorstand über die wirtschaftliche Stabilität der Genossenschaft sowie den aktuellen Stand der Neubauprojekte, insbesondere in Neufreimann und im Eggarten. Eine bunte Bilderschau aus unseren Projekten und dem Leben in der großen Progeno-Gemeinschaft rundete den Bericht ab – und zeigte einmal mehr, wie viel sich bei uns bewegt.






Wie bereits im Vorjahr hatten wir außerdem zum „Austausch zur Bilanz“ eingeladen Viele Fragen konnten dort bereits im Vorfeld der Mitgliederversammlung geklärt werden. Auch wenn das Interesse in diesem Jahr etwas geringer ausfiel, möchten wir an diesem Format festhalten.
Das neue Zuhause in Neufreimann nimmt immer mehr Gestalt an
Regelmäßig statten künftige Bewohnerinnen und Bewohner der Baustelle einen Besuch ab und bringen aktuelle Fotos und Eindrücke mit. Im Neufreimanner Chat sorgen diese Einblicke immer wieder für Staunen – schließlich wächst das zukünftige Zuhause inzwischen sichtbar in die Höhe.



Die Baugruppentreffen im Mai und Juni beschäftigten sich mit dem aktuellen Planungsstand, den Arbeitskreisen Mobilität & Werkstatt sowie dem Hausverein und den Finanzen des Projekts. Gerade beim Nutzungsentgelt hat sich gezeigt: Je früher wir uns gemeinsam mit den Hintergründen beschäftigen, desto besser. Deshalb werden wir dieses Thema in einem weiteren Termin nochmals vertiefen.


Das Juni-Treffen fand online statt und widmete sich dem Entscheidungsprozess, den eine kleine Arbeitsgruppe für die Baugruppe entwickelt hat.
Mitte Juli traf sich die Baugruppe dann im Gemeinschaftsraum im Prinz-Eugen-Park zur sog. Bemusterung. Mit dabei waren auch Dominik Weiland vom Generalunternehmer Geiger und Markus Borst vom Architekturbüro agmm. Bemustert wurden u. a. Waschbecken, WCs, Armaturen und Materialien für den Außenbereich. Zwischen den Ausstellungsstücken herrschte reger Betrieb – und ein munterer Austausch über dies und das. Besonders schön war die Vorfreude darauf, sich diese Materialien bald in der eigenen Wohnung vorstellen zu können. Bei drei Produkten durfte die Baugruppe selbst entscheiden.








Unserem Motto „Wir feiern uns gern selbst“ bleiben wir ebenfalls treu: Kurz vor den Sommerferien lud die Firma Geiger zum Deckenfest ein – schade eigentlich, dass nicht jede Decke gefeiert wird. Zahlreiche Mitglieder der Baugruppe, Mitarbeitende der Rohbaufirma und weitere Projektbeteiligte genossen bei wunderbarem Catering und bester Stimmung einen Vorgeschmack auf das Richtfest im kommenden Jahr.
Besonders schön: Bei einer Führung durch das erste Obergeschoss konnten viele ihre künftige Wohnung erstmals räumlich entdecken. Da wurde hier und da schon eifrig gezeigt, gestaunt und geplant – die Vorfreude war deutlich zu spüren.










Was tut sich in den Bestandsprojekten?
Es ist immer wieder schön zu erleben, wie aus guten Ideen konkrete Projekte werden – und wie engagierte Bewohnerinnen und Bewohner diese mit viel Eigeninitiative für die Gemeinschaft umsetzen.
Im Prinz-Eugen-Park dürfen wir einen besonderen Erfolg feiern: Der Beitrag der Progeno-Kids aus dem Prinz-Eugen-Park zum Münchner Schüler*innen-Wettbewerb zur Stadtentwicklung wurde von der Stadt München mit einer „Besonderen Anerkennung“ gewürdigt – herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten für euer kreatives Engagenement!
Unter dem Titel Progeno-Kids ausgezeichnet! erfahrt ihr mehr zu dieser tollen Leistung.
Außerdem gab es – wie könnte es anders sein – wieder einen Anlass zum Feiern. Pünktlich zum Ferienbeginn trafen sich Groß und Klein auf der Dachterrasse auf Haus D. Anlass war die Fertigstellung einer mit viel Sorgfalt geplanten und gebauten Aufbewahrungshütte, die sich sehen lassen kann. Das Ergebnis: ein gelungenes Fest in entspannter Atmosphäre und die Erkenntnis, dass wir offenbar eine weitere hervorragende Feier-Location entdeckt haben.











Auch in Freiham war einiges los. Der in der letzten Ausgabe angekündigten Initiative „Kaninchenstall“ widmen wir diesmal einen eigenen Beitrag unter dem Titel Bei uns hoppelt’s – der Kaninchenstall steht!– eine wunderbare Bereicherung für die Hausgemeinschaft.
Darüber hinaus zeigte Freiham in den vergangenen Wochen verstärkt Präsenz nach außen. Beim Tag der offenen Wohnprojekte Anfang Juli öffneten wir unsere Türen für zahlreiche interessierte Gäste. Wenige Wochen später konnten wir auch beim Freihamer Stadtteilfest viele große und kleine Besucherinnen und Besucher an unserem Stand begrüßen – hier erfahrt ihr mehr.
Und was ist das Neueste?
Wie wir bereits über verschiedene Kanäle angekündigt haben, ist die Planung unseres jüngsten Projekts gestartet. Freiham wächst – und ganz in bewährter pragmatischer Progeno-Manier heißt unser jüngstes Projekt schlicht „Freiham Zwei“.
Geplant sind rund 85 Wohnungen (25 % EOF, 32,5 % MMG und 42,5 % KMB), ergänzt durch Gemeinschaftsräume und gewerbliche Flächen.
Am 18. Mai nahmen wir gemeinsam mit den weiteren Genossenschaften, die in Freiham bauen werden, an einer von der mitbauzentrale organisierten Infobörse teil. Rund 120 Interessierte informierten sich über das genossenschaftliche Wohnen, die Planungen im Quartier und die einzelnen Wohnprojekte und nutzten die Gelegenheit zum direkten Austausch.



Ende Juli hatten wir alle interessierten Mitglieder zu einem ersten Austausch eingeladen. Die Themen reichten von sehr konkreten Wünschen zur eigenen Wohnung über Erfahrungen mit Grundrissen und Haustechnik bis hin zu Ideen und Vorschlägen für Ausstattung und Gewerbe. Besonders gefreut hat uns, dass sich einige Haushalte aus „Freiham Eins“ vorstellen können, nach „Freiham Zwei“ umzuziehen. So entstehen neue Perspektiven und Bewegung – für das neue Projekt ebenso wie für unsere Bestandsprojekte.
Begleitend fanden zahlreiche Abstimmungsgespräche mit dem Planungsreferat und unserer Konsortialpartnerin Stadtimpuls eG statt. Wir stehen in engem Austausch und halten uns gegenseitig über die nächsten Schritte auf dem Laufenden.
Es bleibt also spannend: Der erste öffentliche Informationsabend ist für den 1. Oktober geplant. Natürlich berichten wir auch weiterhin über die nächsten Schritte – Bei Fragen meldet euch gern bei uns!

Wir blicken über den Tellerrand – für euch vor Ort:
Auf Einladung von Oberbürgermeister Dominik Krause kamen am 19. Mai rund 80 Vertreterinnen und Vertreter der Münchner Wohnungswirtschaft im Rathaus zusammen – darunter viele Wohnungsgenossenschaften. Für die Progeno nahmen Lena und Felizitas teil. Ziel des Wohnungsgipfels war es, die Ursachen für den Einbruch des Wohnungsbaus zu analysieren und Wege zu finden, den Bau bezahlbarer Wohnungen wieder zu beschleunigen. Für die Genossenschaften machte Thomas Schimmel (GIMA) deutlich, dass sie dauerhaft bezahlbaren Wohnraum und ein „Mehr als Wohnen“ schaffen – dafür aber verlässlichere Rahmenbedingungen benötigen. Auch Birgit Eckert-Gmell von der Vereinigung Münchner Wohnungsunternehmen forderte mehr Planungssicherheit und schnellere Entscheidungen. Die Stadt kündigte an, die eingebrachten Vorschläge auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen und den begonnenen Dialog fortzusetzen.

Als Fortsetzung des Wohnungsgipfels lud das Planungsreferat Ende Juli zum Fachtag „Gemeinsam einfacher und bezahlbarer bauen“ in den PlanTreff ein, an dem Felizitas teilnahm. Im Mittelpunkt standen vereinfachte Baustandards, flächeneffiziente Konzepte und schnellere Planungs- und Genehmigungsprozesse. Vorgestellt wurden unter anderem der Hamburger Standard, der Gebäudetyp E und genossenschaftliche Praxisbeispiele.
Die zentrale Botschaft des Tages: Bezahlbarer Wohnungsbau gelingt nur, wenn Politik, Verwaltung, Planende und Wohnungswirtschaft gemeinsam an einem Strang ziehen.
Wenn wir auf die vergangenen Monate zurückblicken, sehen wir vor allem eines: Es bewegt sich viel. Gebäude wachsen, neue Projekte nehmen Gestalt an, neue Mitglieder lernen sich näher kennen und in unseren Hausgemeinschaften entstehen immer wieder Ideen, die mit großem Engagement umgesetzt werden.
Langweilig wird es uns dabei jedenfalls nicht. Trotz aller Herausforderungen im Wohnungsbau macht uns das zuversichtlich. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte in unseren Projekten – und darauf, sie gemeinsam mit euch zu gehen.
